Islam
Muslimische Vernunft spricht Französisch

In Frankreich treiben zahlreiche islamische Intellektuelle die Debatte über ihre Religion und Gesellschaft voran.

Über den Islam und die Moderne diskutieren Muslime selber eher auf Französisch als auf Deutsch: Viele Intellektuelle aus Arabien veröffentlichen ihre Bücher in französischen Verlagen - weil sie in Frankreich leben oder weil sie die dortige intellektuelle Szene nutzen.

Man sieht das nicht ohne Neid, denn die Debatte ist äußerst lebhaft, teilweise schärfer als bei uns, weil kenntnisreicher und einfach näher an der Aktualität. "Was ist das für eine religiöse Kultur, die über lange Zeiträume hinweg Massen von Menschen liefert, die nur so schnell wie möglich ins Paradies wollen?" fragt bissig Hamadi Redissi, Professor für Politologie an der Universität Tunis. Seine Antwort: "Es ist die letzte Religion, die sich der Banalisierung des Religiösen verweigert."

Redissi verlangt von den Arabern, die Kritik an der Stagnation ihrer Gesellschaften nicht länger als einen bösartigen Angriff des Westens abzulehnen. Sogar den seit kurzem bestehenden Satelliten-Sendern wie Al Dschasira wirft er vor, sie gehörten "zum Konklave der Klageweiber, die über die Erniedrigung des Islams durch den Westen weinen".

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