Islamisches Rechtsgutachten
„Fatwa“ verbietet Gespräch mit US-Soldaten

Die Religionsgelehrten um den Geistlichen Ali el Sistani aus Nadschaf haben nach Angaben religiöser Gruppierungen in Kerbela ein islamisches Rechtsgutachten ("Fatwa") gegen den Kontakt mit den US-Soldaten im Irak erlassen.

HB/dpa NADSCHAF. Danach sei es eine Sünde, mit den Soldaten zu sprechen oder sie zu grüßen. "Wenn wir sie nach einer Weile nicht durch Verhandlungen zum Abzug bewegen können, dann werden unsere religiösen Führer zum Heiligen Krieg gegen sie aufrufen", sagte ein Anhänger El Sistanis.

Er räumte jedoch ein, dass sich nicht alle Schiiten an die "Fatwa" hielten. Auch unter den Geistlichen in Nadschaf gebe es "kleinere Meinungsverschiedenheiten" über die Rolle der US-Truppen im Irak. In Kerbela bildete sich am Donnerstag eine große Menschentraube um die einzigen zwei US-Soldaten, die sich auf der Hauptstraße blicken ließen.

Unterdessen bereiteten sich die Schiiten im schiitischen Kernland bei Nadschaf und Kerbela darauf vor, das Oberhaupt des Hohen Rats für die Islamische Revolution im Irak (SCIRI), Ayatollah Mohammed Bakr el Hakim, zu empfangen. El Hakim wird nach 23 Jahren im Exil im Irak zurück erwartet. Der SCIRI war zu Zeiten des Saddam-Regimes eine der einflussreichsten irakischen Exil-Oppositionsgruppen.

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