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Islamisten rufen weltweit zum Protest gegen Israel auf

Die Moslembruderschaft, die pro-iranische Hisbollah - Miliz und mehrere andere große islamische Fundamentalistengruppen haben die Moslems in aller Welt zu Aktionen gegen die israelische Offensive in den Palästinensergebieten aufgerufen.

dpa KAIRO. Gleichzeitig forderten sie die Regierungen in den islamischen Ländern auf, den "Heiligen Krieg" (Dschihad) gegen Israel auszurufen.

"Wir rufen die (islamische) Nation auf, Druck auf die Führer auszuüben, damit diese eine öffentliche Mobilisierung und den Dschihad verkünden, um die Gebiete und heiligen Stätten zu befreien, und das unterdrückte Volk zu unterstützen, das der zionistischen Brutalität ausgesetzt ist", heißt es in einer in der Nacht zum Mittwoch verbreiteten Erklärung, die von führenden Islamisten aus mehr als 20 Ländern unterzeichnet ist. Zu den Unterzeichnern gehören auch der ehemalige türkische Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan und der geistige Führer der palästinensischen Hamas, Scheich Ahmed Jassin.

Die Islamisten appellierten außerdem an die Soldaten und Sicherheitskräfte in den islamischen Ländern, sich den anti- israelischen Demonstranten anzuschließen, statt zu versuchen, sie mit Gewalt aufzuhalten. Der kommende Freitag solle zum "Tag der Wut und des Protests" werden, forderten sie.

Weiterhin riefen sie dazu auf, die Unterstützung für den Palästinenseraufstand zu verstärken, die internationalen Organisationen an ihre Verantwortung für die Palästinenser zu erinnern und alle israelischen und amerikanischen Produkte zu boykottieren.

Die Liste der Unterzeichner führt das Oberhaupt der Moslembruderschaft, der Ägypter Scheich Mustafa Maschhur, an. Die Organisation ist in Ägypten offiziell verboten. «Es ist unsere Pflicht als Gläubige, diesen Aufruf zu machen, doch nun muss das Volk entscheiden, wie es darauf antwortet», sagte der Sprecher der Moslembruderschaft, Mamun el Hodeibi, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Kairo. "Wir rufen unsere arabischen und moslemischen Bruder dringend auf, die Palästinenser mit Waffen und Männern zu unterstützen", fügte er hinzu. Schließlich werde Israel seinerseits von vielen Staaten der Welt unterstützt, besonders auch von Deutschland.

El Hodeibi betonte, der Aufruf sei keine Initiative der Moslembruderschaft, sondern "eine Idee, die von vielen verschiedenen Persönlichkeiten kam und über Kontakte per Telefon und Internet abgestimmt wurde". Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören auch zahlreiche Islamisten aus nicht-arabischen Ländern, darunter, Nigeria, Bangladesch, Pakistan und Südafrika.

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