Ismael ist ein Siegertyp
Stilwechsel an der Spitze

Bei Tabellenführer Bremen steht inzwischen Kampf statt Kunst im Vordergrund - das reicht zum 2:0 gegen Dortmund.

BREMEN. Als die Fans begeistert ihre Schals schwenkten, die Menschen auf den Zaun kletterten und die Mannschaft immer wieder kollektiv die Arme hob, sah die Stadionregie die Zeit für gekommen, den neuesten Hit der Blödelbarden Klaus & Klaus aufzulegen. "Bei Werder Bremen wackelt die Wand und der Deutsche Meister kommt vom Weserstrand", schallte es aus den Lautsprechern, und die Kurve versuchte sich als Gesangschor. Bremen war zwölf Spieltage vor Schluss schon im Meistertaumel.

Die Wahrscheinlichkeit, nach elf Jahren Abstinenz die Schale zu holen, ist nach einem leidenschaftlich erkämpften 2:0 gegen Borussia Dortmund gestiegen. "Eine große Leistung", lobte Sportdirektor Klaus Allofs, "jetzt wird es schwer für die Bayern", die sieben Punkte Rückstand haben. Selbst Dortmunds unterlegener Trainer Matthias Sammer, dessen Spielmacher Tomas Rosicky nach einem Unterarmbruch wochenlang ausfällt, glaubt, dass Bremen reif für den Titel ist. "Noch vor einem Jahr hätte Werder dieses Spiel nicht gewonnen."

Die Begeisterung an der Weser wächst: Bremer decken sich zu Tausenden mit Karten für das Saisonfinale in Rostock ein, die Mitgliederzahl nähert sich den 12 000 und die endgültige Verkündung des Transfers von Miroslav Klose ist nur eine Frage von Tagen. Aller Voraussicht nach wird Werder bei der landeseigenen Aufbaubank für die Finanzierung der fünf Millionen Euro Ablöse einen kurzfristigen Kredit aufnehmen, der nach Erreichen von Pokalfinale oder Champions League schnell abgelöst werden kann.

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