Israel: Drei Ministerien für kleine Parteien
Scharon beteiligt zwei rechtsgerichtete Parteien an der Regierung

afp JERUSALEM. Dem künftigen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon ist es offenbar gelungen, zwei weitere Parteien in seine Regierung der nationalen Einheit zu holen. Wie der israelische Militärrundfunk am Freitag berichtete, wollen sich zwei rechtsgerichtete Parteien mit jeweils vier Abgeordneten an der großen Koalition beteiligen. Die beiden Parteien sollen drei Ministerposten bekommen. So soll das Infrastrukturministerium an die Partei Israel Beitenu des Abgeordneten Avigdor Lieberman fallen und das Tourismusministerium an die Nationale Union des Abgeordneten Rehavam Seevi. Beide Parteien sollen sich diesen Informationen zufolge außerdem einen Ministerposten ohne Geschäftsbereich und den Vorsitz im Rechtsausschuss der Knesset teilen.

Am Montagabend hatte die Arbeitspartei nach einer äußerst hitzigen Debatte der großen Koaliton mit dem Likud-Block von Scharon zugestimmt. Am Freitag wählte das Zentralkomitee der Partei die ersten Minister. Die Arbeitspartei soll acht Minister- und zwei Stellvertreterposten erhalten. Likud und Arbeitspartei stellen zwar die größten Fraktionen im stark zersplitterten israelischen Parlament, verfügen aber auch gemeinsam nicht über eine Mehrheit.

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