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Israel legt neuen Plan für Sperranlage vor

Tel Aviv (dpa) - Die israelischen Militärbehörden haben am Mittwoch einen neuen Verlauf für die umstrittene Sperranlage im Westjordanland vorgelegt. Um einem Urteil des Obersten Gerichtshofes zu folgen, solle die Barriere auf einer geplanten Strecke von 30 Kilometern zu Gunsten der Palästinenser verschoben werden, berichteten israelische Medien. Die Sperranlage werde im Nordwesten Jerusalems deutlich näher an der Grenze von 1967 verlaufen. Das Gericht hatte entschieden, die Sperranlage erschwere dort das Leben der Palästinenser unverhältnismäßig stark.

Tel Aviv (dpa) - Die israelischen Militärbehörden haben am Mittwoch einen neuen Verlauf für die umstrittene Sperranlage im Westjordanland vorgelegt. Um einem Urteil des Obersten Gerichtshofes zu folgen, solle die Barriere auf einer geplanten Strecke von 30 Kilometern zu Gunsten der Palästinenser verschoben werden, berichteten israelische Medien. Die Sperranlage werde im Nordwesten Jerusalems deutlich näher an der Grenze von 1967 verlaufen. Das Gericht hatte entschieden, die Sperranlage erschwere dort das Leben der Palästinenser unverhältnismäßig stark.

In Bet Chanun im nördlichen Gazastreifen hinderten am Mittwoch hunderte zorniger Einwohner zwei palästinensische Minister daran, in den Gazastreifen einzureisen. Nach palästinensischen Angaben protestierten sie damit gegen das nach ihrer Sicht mangelnde Vorgehen der Autonomiebehörde gegen die seit einem Monat andauernde israelische Militäroperation in der Ortschaft. Zahlreiche Männer, Frauen und Kinder blockierten die zentrale Einfahrtstraße vom Norden in den Gazastreifen. Israel war nach Bet Chanun eingedrungen, um den Beschuss israelischer Ortschaften mit Kleinraketen zu unterbinden.

Bundesaußenminister Joschka Fischer lehnte am Mittwoch einen Vorschlag aus der SPD, EU-Gelder für die palästinensische Autonomiebehörde bis zur Beendigung des internen Machtkampfs einzufrieren, als riskant ab. Palästinenserpräsident Jassir Arafat sei abhängig davon, sagte er in einem Fernseh-Interview. Werde das Geld gestoppt, könne der terroristische Teil der Hamas seine Strukturen etablieren.

Mit der jüngsten Krise in den Palästinensergebieten befassten sich am Mittwoch in Kairo auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak und US-Außenminister Colin Powell. Powell nannte den israelischen Räumungsplan für den Gazastreifen eine «Gelegenheit, die nicht verpasst werden darf». Die USA hatten am Dienstag nach der Einigung zwischen Arafat und Kureia konkrete Fortschritte von den Palästinensern gefordert. Der stellvertretende Außenamtssprecher Adam Ereli nannte die Fusion der Geheimdienste, wirkliche Machtbefugnisse für den Ministerpräsidenten sowie konkrete Maßnahmen gegen die Infrastruktur des Terrors in den Palästinensergebieten.

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