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Israel strebt weiter Verbannung Arafats an

Israel strebt nach den Worten von Verteidigungsminister Schaul Mofas weiter die Verbannung des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat an. „Israel wird den richtigen Zeitpunkt und den Weg für eine Ausweisung Arafats finden“, sagte Mofas in einem Interview mit dem israelischen Armeesender.

dpa TEL AVIV. Israel strebt nach den Worten von Verteidigungsminister Schaul Mofas weiter die Verbannung des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat an. "Israel wird den richtigen Zeitpunkt und den Weg für eine Ausweisung Arafats finden", sagte Mofas in einem Interview mit dem israelischen Armeesender.

Eine israelische Regierungsentscheidung zur Verbannung des Palästinenserführers sei immer noch gültig. Gleichzeitig verfolge man jedoch das Ziel einer einseitigen Abtrennung von Palästinensergebieten sowie die Stärkung pragmatischer Kräfte innerhalb der Autonomiebehörde mit dem Ziel eines künftigen Dialogs.

Unterdessen hat sich Arafat fast zwei Monate nach einer schweren Auseinandersetzung mit dem UN-Nahostgesandten Terje Roed-Larsen versöhnt. Der palästinensische Verhandlungsminister Sajeb Erekat sagte am Montag, die beiden hätten sich am Vortag bei einem Telefonat geeinigt, ihre Differenzen beizulegen. Die Palästinenserbehörde hatte den UN-Vertreter Mitte Juni wegen seiner scharfen Kritik an Arafat, dem er politisches Versagen vorwarf, zur unerwünschten Person erklärt.

Der am Vortag begonnene Bau des südlichen Abschnitts der Sperranlage im Westjordanland solle bis Mitte kommenden Jahres abgeschlossen werden, sagte Mofas. Hinsichtlich des angekündigten Abzugs aus dem Gazastreifen sagte der Verteidigungsminister, israelische Truppen müssten möglicherweise im Grenzgebiet zu Ägypten verbleiben. Vermutlich könne man nur so auf Dauer den Waffenschmuggel in den Gazastreifen unterbinden.

Zu dem blutigen Doppelanschlag in der süd-israelischen Wüstenstadt Beerschewa vor knapp einer Woche sagte Mofas, Israel werde "überall gegen den Terror vorgehen - auch in Damaskus". Der Verteidigungsminister hatte nach den Anschlägen mit 18 Toten gesagt, Syrien sei mitverantwortlich für die Taten.

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