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Israel will ein Drittel der Sperren im Westjordanland räumen

Jerusalem (dpa) - Die israelische Armee hat mit dem Abbau von etwa einem Drittel der Hindernisse für den palästinensischen Verkehr im Westjordanland begonnen. Insgesamt sollen etwa 40 aus Zementblöcken oder Erdwällen errichtete Blockaden abgebaut werden.

Jerusalem (dpa) - Die israelische Armee hat mit dem Abbau von etwa einem Drittel der Hindernisse für den palästinensischen Verkehr im Westjordanland begonnen. Insgesamt sollen etwa 40 aus Zementblöcken oder Erdwällen errichtete Blockaden abgebaut werden.

Das verlautete aus israelischen Militärkreisen. Von den Erleichterungen sei insbesondere das nördliche Westjordanland betroffen, weil dort die Sperranlage zu Israel bereits in weiten Teilen fertig gestellt sei, hieß es. Der Anführer der radikalen Al-Aksa-Brigaden in Dschenin im nördlichen Westjordanland kündigte indes an, seine Gruppe wolle nach einem israelischen Abzug ihre Angriffe einstellen.

Von palästinensischer Seite wurde am Montag bestätigt, dass die Armee erstmals seit Beginn des Palästinenseraufstands vor fast vier Jahren eine zentrale Verbindungsstraße im Bereich Nablus freiräumte. Der Großteil der Militärsperren im Westjordanland, die den Reiseverkehr für Palästinenser erheblich erschweren, soll jedoch den Berichten zufolge weiter bestehen.

Al-Aksa-Führer Sakaria Subeidi sagte dem israelischen Rundfunk, wenn die israelischen Truppen abzögen und vier nahe gelegene Siedlungen im nördliche Westjordanland räumten, würden seine Kämpfer Angriffe beenden und auch die militanten Gruppierungen Hamas und Islamischer Dschihad davon abhalten. Er habe dies Repräsentanten der Palästinensischen Autonomiebehörde zugesichert, sagte Subeidi, der bislang als Hardliner galt und jede Waffenruhe mit Israel abgelehnt hatte. Der Abzugsplan des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon sieht eine Räumung aller 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen sowie vier weiterer Siedlungen im nördlichen Westjordanland vor.

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