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Israelis töten sechs militante Palästinenser

Israelische Soldaten haben am Montag im Gazastreifen sechs militante Palästinenser getötet. Eine Armeesprecherin berichtete von drei verschiedenen gewaltsamen Zwischenfällen.

dpa GAZA/TEL AVIV. Israelische Soldaten haben am Montag im Gazastreifen sechs militante Palästinenser getötet. Eine Armeesprecherin berichtete von drei verschiedenen gewaltsamen Zwischenfällen.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon beriet sich unterdessen eine Woche vor einer entscheidenden Parlamentssitzung mit führenden Mitgliedern seiner Likud-Partei, um den innerparteilichen Streit über die geplante Räumung israelischer Siedlungen im Gazastreifen einzudämmen.

Scharon kritisierte Drohungen militanter Siedlergruppen mit einem Bürgerkrieg. Bislang hat der Premier sich Forderungen nach einer Volksabstimmung über den Gaza-Abzug widersetzt, obwohl die Rufe danach in den vergangenen Tagen auch innerhalb seiner eigenen Partei lauter geworden waren. Scharon betonte am Montag, es bestehe "keine Verbindung zwischen einem Bürgerkrieg und einem Referendum". "Das Schlimmste wäre, vor Gewaltdrohungen zu kapitulieren", sagte Scharon.

Die Gewalt im Gazastreifen dauerte auch am Montag an. Zwei Mitglieder der radikal-islamischen Hamas-Bewegung aus dem Gazastreifen wurden bei Schusswechseln im Süden Israels getötet, nachdem sie den Sperrzaun südlich des Übergangs Kissufim überwunden hatten. Später eröffneten bei Kissufim zwei bewaffnete Palästinenser das Feuer auf Soldaten und verletzten einen von ihnen. Die Truppen erwiderten nach Angaben der Armeesprecherin das Feuer und töteten die Angreifer. Unweit der palästinensischen Grenzstadt Rafah töteten Soldaten zwei Palästinenser, die in der Nähe eines Armeepostens eine Bombe legen wollten. Die radikale Gruppe Islamischer Dschihad bekannte sich zu dem Angriff.

Am Sonntagabend war der Bruder eines ranghohen Führers der radikalen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad an Verletzungen gestorben, die er vor einer Woche bei einem israelischen Liquidierungsversuch erlitten hatte. Der Dschihad-Führer Mohammed Scheich Chalil selbst hatte den Luftangriff am vergangenen Montag überlebt. Ein weiterer Bruder schwebt weiter in Lebensgefahr.

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