Israelis zerstören Wohnhäuser von Arabern
Optimismus vor Nahostreise von Außenminister Fischer

Die Nahostreise von Bundesaußenminister Joschka Fischer birgt nach Ansicht des Generaldelegierten der Palästinenser in Deutschland gute Chancen auf eine Entspannung der Lage.

ap RAFAH/BERLIN. Abdallah Frangi sagte am Montag, Fischer bringe alle Voraussetzungen mit, um bei den Gesprächen mit Israelis und Palästinensern ein positives Ergebnis zu erreichen. In Israel gab sich Außenminister Schimon Peres unterdessen zuversichtlich, dass ein Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat zu Stande kommt.

Peres sagte dem israelischen Militärrundfunk, er wisse nicht, ob er sich bald mit Arafat treffen könne, sehe aber gute Chancen. Von palästinensischer Seite wurden Peres Verhandlungsbemühungen ablehnend beurteilt. Frangi sagte im infoRADIO Berlin-Brandenburg, Fischers gute Kontakte zu beiden Seiten könnten dazu beitragen, dass die Eskalation der Gewalt nicht mehr so blutig ausgetragen werde. "Fischer hat einen direkten Draht zu Präsident Arafat, und der einzige deutsche Politiker, der von (dem israelischen Ministerpräsidenten) Scharon gelobt wurde, ist Joschka Fischer." Fischer will während seiner dreitägigen Reise in Ägypten, Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten Station machen, wie das Auswärtige Amt mitteilte.

In Jerusalem zerstörten israelische Bulldozer unterdessen zwei im Bau befindliche Wohnhäuser von Arabern. Zur Begründung hieß es, es habe keine Baugenehmigung vorgelegen. Nach palästinensischer Darstellung ist es allerdings so gut wie unmöglich, im arabischen Sektor Jerusalems eine entsprechende Erlaubnis zu erhalten. Ein Mitglied des Jerusalemer Stadtrates erklärte, in Ostjerusalem seien 40 weitere Häuser von Arabern gefährdet.

Die Verantwortung für den Tod von drei Palästinensern in Rafah im Gazastreifen wies Israel am Montag zurück. Der Mann und seine beiden Kinder seien durch eine fehlgezündete selbstgebaute Bombe getötet worden und nicht durch einen israelischen Raketenangriff, sagte ein Armeesprecher. Die palästinensische Polizei hatte dies erklärt.

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