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Israelische Armee steht auf dem Tempelberg

Israel befürchtet anläßlich des "Tag des Zorn" Anschläge. In der Nacht riegelten die Polizei bereits die Autonomiegebiete ab.

dpa JERUSALEM. Kurz vor Beginn der islamischen Freitagsgebete auf dem Tempelberg in Jerusalem stehen Tausende von israelischen Polizisten im Bereich des Heiligtums bereit, um Ausschreitungen zu verhindern. Radikale Palästinensergruppen hatten den Freitag zum «Tag des Zorns» erklärt und zu massiven Protesten aufgerufen. Nach den Gebeten sind für den frühen Nachmittag in den großen Städten in den Palästinensergebieten zahlreiche Protestmärsche geplant.

Israel riegelte in der Nacht zum Freitag aus Furcht vor Anschlägen die Autonomiegebiete ab. Bis Ende des jüdischen Feiertags «Jom Kippur» am Montagabend können Palästinenser aus Gaza-Streifen und Westjordanland nicht nach Israel einreisen.

Die Unruhen in den Palästinensergebieten gingen auch in der Nacht zum Freitag weiter. Es kam vereinzelt zu Schusswechseln zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten. Am Vormittag blockierten jüdische Siedler im Westjordanland die Hauptstraße zwischen Nablus und Ramallah aus Protest gegen die «Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit» während der Unruhen. Israelische Soldaten zwangen sie zur Räumung der Straße.

Bei den blutigsten Unruhen seit dem Ende des Palästinenser- Aufstands («Intifada») vor sieben Jahren sind seit dem 28. September mehr als 70 Menschen getötet und etwa 1 800 verletzt worden, fast alle von ihnen Palästinenser.

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