Israelische Armee will auf gezielte Liquidierungen verzichten
Bus mit Panzerfaust beschossen

Militante Palästinenser haben im Gazastreifen einen mit israelischen Siedlern besetzten Bus mit einer Panzerfaust beschossen. Die Insassen blieben unverletzt.

HB GAZA. Das Geschoss beschädigte das gepanzerte Fahrzeug schwer, die Fahrgäste blieben jedoch nach Angaben der Armee unverletzt. Mitglieder radikaler palästinensischer Gruppen haben seit dem israelischen Bombenangriff auf den militanten Hamas-Führer Salach Schehade am Dienstagmorgen ihre Angriffe auf israelische Ziele im Gazastreifen deutlich erhöht. Mehrere Dutzend der im Gazastreifen gebauten Kassam-II-Raketen wurden seither auf israelisches Territorium außerhalb des Gazastreifens abgefeuert, wo die Geschosse jedoch meist auf freiem Feld landeten.

Die israelische Armee zerstörte in der Nacht zum Freitag in der Stadt Gaza drei Häuser, in denen nach Angaben eines Sprechers Mörsergranaten und die primitiven Kassam-Raketen hergestellt wurden. Soldaten waren nach Mitternacht mit sieben Panzern von Osten her in die Stadt eingedrungen. Die Tageszeitung "Haaretz" berichtete inzwischen, dass die Armee auf Anordnung der Regierung nach dem Bombenangriff vom Dienstag vorerst auf die Liquidierung gesuchter Extremisten verzichten wolle. Bei dem Angriff waren neben Hamas-Führer Schehade und seinem Assistenten 13 unbeteiligte Palästinenser, darunter neun Kinder, getötet worden.

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