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Israelische Pathologen bitten um Hilfe

Angesichts der Serie palästinensischer Selbstmordanschläge mit verheerenden Verletzungen und vielen zerfetzten Leichen hat das Forensische Institut Israels in Abu Kabir bei Tel Aviv um regelmäßige psychologische Hilfe für seine Mitarbeiter gebeten.

dpa TEL AVIV. Die israelische Zeitung "Maariv" schrieb am Montag, allein in der vergangenen Woche habe das Team 26 Leichen von Israelis untersucht, die bei Anschlägen in Jerusalem, Haifa und im Gazastreifen getötet wurden. Anschließend hätten sie zwar mit Psychologen über die bedrückende Identifizierung der Toten gesprochen. Solche einmaligen Treffen seien jedoch nicht ausreichend für die Verarbeitung der grausigen Erlebnisse, hieß es aus Institutskreisen.

Der Leiter des Instituts, Professor Jehuda Hiss, sagte dem Blatt, es sei "Teil der Arbeit eines Pathologen, furchtbare Dinge zu sehen." Bis vor wenigen Monaten habe man auch keine Notwendigkeit für psychologische Hilfe gesehen. "Aber angesichts der schweren Belastungen für das medizinische Team in den vergangenen Wochen wollen wir das Gesundheitsministerium um psychologische Unterstützung auf Dauerbasis bitten."

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