Israelische Polizisten gehen gegen einheimische Araber vor
Erneut ein Palästinenser von israelischem Soldaten erschossen

afp JERUSALEM. Bei neuen gewalttätigen Zusammenstößen im Nahen Osten ist am Donnerstagabend erneut ein Palästinenser getötet und ein weiterer schwer verletzt worden. Ein israelischer Soldat schoss einem 30-Jährigen bei der Ortschaft Beit Omar nahe Hebron nach Angaben von Augenzeugen aus nächster Nähe in den Kopf. Der unbewaffnete Mann habe sich geweigert, einer Militärpatrouille seinen Wagen herauszugeben und sei nach einem Wortgefecht getötet worden. In Nablus im Westjordanland wurde ein palästinensischer Polizist rankenhausangaben zufolge durch einen Schuss schwer verletzt.

Im Norden Israels gingen Polizisten nach Angaben eines afp-Reporters gewaltsam gegen israelische Araber vor, die mit Steinen auf die Sicherheitskräfte warfen. Die Polizei setzte dabei Tränengas und Gummigeschosse ein. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Bei einem Autobombenanschlag auf einen israelischen Militärkonvoi im Gaza-Streifen wurde am Abend nach Militärangaben niemand verletzt. Die Explosion ereignete sich nahe der jüdischen Siedlung Morag. Bei einer ähnlichen Attacke auf einen israelischen Militärkonvoi zwischen der jüdischen Siedlung Nezarim und Karni gab es ebenfalls keine Verletzten.

Insgesamt starben bei den seit Ende September anhaltenden Unruhen 235 Menschen, zumeist Palästinenser. In der Nacht zu Donnerstag starb der deutsche Arzt Harry Fischer beim Beschuss der Ortschaft Beit Dschala durch einen israelischen Kampfhubschrauber.

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