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Israelisches Militär ändert Verlauf des Sperrzauns

Die israelischen Militärbehörden haben die Baupläne für die umstrittene Sperranlage zu den Palästinensergebieten nach einem Urteil des Obersten Gerichts geändert. Der neue Streckenverlauf schneide auf einem Teilabschnitt weniger tief ins Westjordanland.

dpa TEL AVIV. Die israelischen Militärbehörden haben die Baupläne für die umstrittene Sperranlage zu den Palästinensergebieten nach einem Urteil des Obersten Gerichts geändert. Der neue Streckenverlauf schneide auf einem Teilabschnitt weniger tief ins Westjordanland.

Das berichtete die israelische Tageszeitung "Haaretz" am Montag. Verteidigungsminister Schaul Mofas habe der Streckenführung zugestimmt. Diese beanspruche statt 90 000 Hektar jetzt 40 000 Hektar Land. Das Gericht hatte sein Urteil Ende Juni damit begründet, die Anlage erschwere das Leben der Palästinenser unverhältnismäßig stark und schränke ihre Bewegungsfreiheit ein. Die israelische Regierung hat den Bau mit der Abwehr palästinensischer Selbstmordattentäter begründet.

Es müsse nordwestlich von Jerusalem eine andere Route gefunden werden, auch wenn sie weniger Sicherheit für Israel bedeute, hatte das Gericht entschieden. Das Urteil des Gerichtshofes betraf einen 30 Kilometer langen Abschnitt. Einwohner palästinensische Dörfer waren mit der Begründung vor Gericht gezogen, der Bau versperre ihnen den Weg zu ihren Feldern, Schulen und Arbeitsstellen.

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