Israels Außenminister spricht von Ausgleich für "natürliches Wachstum"
Peres verteidigt neue Siedlungen im Westjordanland

Der israelische Außenminister Schimon Peres hat die internationale Kritik am geplanten Ausbau jüdischer Siedlungen im Westjordanland zurückgewiesen. Die Pläne Israels waren international scharf kritisiert worden. Jordaniens König Abdullah forderte die Staatengemeinschaft unterdessen zu verstärktem Engagement auf.

dpa/ap JERUSALEM/WASHINGTON. Nach einem Treffen mit Ministerpräsident Ariel Scharon sagte der Minister am Montagabend, Israel werde, wie bei der Regierungsbildung Anfang März vereinbart, keine neuen Siedlungen mehr in den besetzten Palästinensergebieten bauen. Der jetzt beschlossene Bau von 700 Wohnungen in den Städten Maale Adumim und Alfeh Menasche diene lediglich dem Ausgleich des "natürlichen Wachstums" dieser Siedlungen.

Nach internationalem Recht ist der Bau von Siedlungen in besetzten Gebieten verboten. Die US-Regierung nannte die Pläne "provokativ" und auch die EU und Russland kritisierten das Vorhaben der Regierung Scharon.

Maale Adumim und Alfeh Menasche gehören zu den jüdischen Siedlungen im Westjordanland, die dicht an der "grünen" Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland liegen und die Israel im Rahmen einer Friedenslösung annektieren möchte.

Der jordanische König Abdullah hat die Staatengemeinschaft unterdessen zu verstärktem Engagement für den Friedensprozess im Nahen Osten aufgefordert. Israel und die Palästinenser dürften nicht sich selbst überlassen werden, mahnte das Staatsoberhaupt am Vorabend einer Unterredung mit US-Präsident George W. Bush in Washington. Wenn die Konfliktparteien das Gefühl erhielten, dass sich die Welt nicht mehr um sie kümmere, werde dies den Konflikt in die falsche Richtung lenken, sagte Abdullah dem Fernsehsender PBS.

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