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IT-Branche will 10 000 neue Arbeitsplätze schaffen - Umsatzplus

Die deutsche IT-Branche erwartet nach drei Jahren Flaute für 2005 ein kräftiges Umsatzplus und will rund 10 000 neue Arbeitsplätze schaffen.

dpa-afx BERLIN. Die deutsche IT-Branche erwartet nach drei Jahren Flaute für 2005 ein kräftiges Umsatzplus und will rund 10 000 neue Arbeitsplätze schaffen. Vor allem die Softwareunternehmen, IT-Dienstleister und Mobilfunkbetreiber rechnen mit Wachstum, sagte der Präsident des Branchenverbandes Bitkom, Willi Berchtold, am Dienstag in Berlin. Für 2004 zeichne sich ein Umsatzplus von 2,5 Prozent auf rund 132 Mrd. Euro ab. Für das kommende Jahr bestätigte Berchtold die Umsatzerwartung von 136 Mrd. Euro (plus 3,4 Prozent). Derzeit zähle die Branche 741 000 Beschäftigte.

Nach einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedsfirmen erwarten 74 Prozent der Unternehmen im kommenden Jahr steigende Umsätze, 37 Prozent rechneten sogar mit einem Umsatzplus von mehr als fünf Prozent. 15,5 Prozent gingen von stabilen Erlösen aus. Die Mehrheit der Unternehmen erwarte auch ein erfolgreiches Weihnachts- und Jahresendgeschäft. 46 Prozent der Firmen wollten 2005 neue Jobs schaffen, 42 Prozent rechnen mit stabilen Mitarbeiterzahlen, nur zwölf Prozent sehen sich gezwungen, Stellen abzubauen.

Umsatzplus 2005 Grösser ALS Personalaufbau

Berchtold räumte allerdings ein, dass das prozentuale Umsatzplus 2005 größer ausfallen werde als der Zuwachs beim Personal. Viele Unternehmen seien noch vorsichtig und versuchten erstmal das Wachstum mit der "vorhandenen Mannschaft" abzudecken. Der Branche beklage zudem die hohe Belastung durch Abgaben und Steuern sowie das starre Arbeitsrecht. 2005 müssten die Unternehmen zahlreiche neue Abgaben "stemmen", unter anderem auf Grund der geplanten Ausweiterung des Urheberrechtes. Ferner beabsichtige die Bundesregierung, auch für Handys Rundfunkgebühren zu erheben.

In den vergangenen drei Jahren hätten bis zu 4 000 IT- und Telekommunikationsunternehmen aufgeben müssen. Die Restrukturierung in den Betrieben sei überwiegend abgeschlossen, die Konsolidierung allerdings noch nicht ganz, sagte Berchtold. 2005 Jahr werde die Branche insgesamt rund zwei Mrd. Euro in neue Systeme, Dienstleistungen und Software investieren. "Gute Ideen und gute Businesspläne finden wieder Kapital", sagte Berchtold.

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