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IT-Kosten professionell kontrollieren

Investitionen in Technologien und IT-Fachpersonal werden heute kritischer denn je auf ihren Wertbeitrag zum laufenden Geschäft geprüft. Das Problem bei dieser Analyse: Investitionen im IT-Bereich sperren sich nach Jahren des Systemwildwuchses und angesichts verkrusteter Strukturen weitgehend einem erfolgreichen Controlling.

HB MÜNCHEN. "Die Bereitschaft des Managements sinkt deutlich, dies weiterhin als Soll-Bruchstelle im Controlling hinzunehmen", stellt Markus Heinen fest. Er ist bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young verantwortlich für Risk Advisory Service. Es gelte, das Budget der Geschäftsbereiche enger mit dem der IT-Abteilungen zu verknüpfen. "Das ist der einzige Weg, IT-Aufwand und Geschäftsnutzen besser in Einklang zu bringen sowie unter dem Strich Mittel gezielt einzusetzen", weiß Heinen.

Rudolf Kuhn, Vorstand des Prozess-Spezialisten Avinci hält im IT-Bereich Einsparungen von bis zu 30 Prozent für möglich. Vorausgesetzt, es gelinge, die IT "geschäftsgefügig" zu machen und Medienbrüche in den Arbeitsabläufen zu minimieren. "Das setzt allerdings voraus, dass die Unternehmen ihre Arbeitsschritte nicht wie bisher an den eingesetzten Systemen ausrichten", sagt Kuhn.

Unternehmensberatungen bieten ihre Dienste an, um die kostspielige IT-Lastigkeit zu mildern und mehr Transparenz ins Geschäftsgefüge zu bringen. Lutz Peichert, Vice President Consulting bei Meta Group Deutschland, nennt das Angebot seines Hauses Adaptive Organization Model (AOM). Damit könnten Unternehmen "schrittweise analysieren, welche Anpassungen auf Prozessebene zu welchen Einsparungs- und Optimierungseffekten innerhalb der IT führen würden". Dann erst werde vom veränderten Prozessgebilde auf die notwendigen IT-Leistungen geschlossen.

Modelle wie AOM passen ins Bild eines verbesserten Service-Managements. Das helfe dabei, "Arbeitsabfolgen über das richtige Maß an IT-Leistungen zu steuern und bei Bedarf schnell anzupassen", sagt Ernst & Young-Berater Heinen. Parallel schaffe Service-Management den von der Unternehmensführung geforderten Just-in-time-Zugang zur Betriebsinformatik. "Prozessnahe IT-Services werden so zur Bewertungsgröße für eine Kosten- und Leistungskontrolle." Und zwar bevor über sie auf die notwendigen Investitionen in IT-Systeme und IT-Fachpersonal geschlossen werde. Nicht zuletzt könnte auf dieser Basis auch eine konsequente Abrechnung von IT-Leistungen etabliert werden, ist Heinen sicher.

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