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IT-Lehrberufe sind noch immer Mangelware

Die Nachfrage nach Lehrberufen im IT-Sektor ist noch immer weitaus größer als das Angebot. Medienwirksamen Appelle der Politik und Klagen der Wirtschaft über den wachsenden Fachkräftemangel in der IT-Branche scheinen jetzt zu wirken.

Die Nachfrage nach Lehrberufen im IT-Sektor ist noch immer weitaus größer als das Angebot. Die medienwirksamen Appelle der Politik und die Klagen der Wirtschaft über den wachsenden Fachkräftemangel in der IT-Branche scheinen zu wirken. Derzeit liegt die Zahl der registrierten Bewerber mit 31000 um mehr als das Vierfache über der der offenen Stellen (7200). Dabei überschlägt sich die New Economy nicht gerade, wenn es um die berufliche Ausbildung junger Menschen geht. Kein Wunder, denn rund 80 Prozent der Beschäftigten in der Multimedia-Branche sind Hochschulabsolventen oder Studienabbrecher. Ihre Kenntnisse über das System der dualen Berufsausbildung sind meist eher rudimentär. Oft wissen sie noch nicht einmal, dass es bereits seit 1997 vier IT-Ausbildungsberufe gibt. Oder aber ihnen fehlt die nötige Ausbildungseignung. In solchen Fällen sollte das Arbeitsamt diese Firmen dringend unterstützen. Viele IT-Unternehmer sind allerdings auch der Meinung, dass im Internet-Bereich keine mehrjährigen Ausbildungen mehr möglich seien, da das Wissen zu schnell veraltere. Doch damit macht es sich die Branche zu einfach. Der firmenspezifische Inhalt ändert sich sicherlich schnell - in der New Economy, aber auch in der Old Economy. Doch die fundamentalen Kenntnisse, die etwa ein IT-Kaufmann über Buchhaltung, Einkauf oder Marketing lernen muss, werden morgen noch genauso stimmen wie heute. Es ist also kein stichhaltiges Argument, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.

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