Italenergia-Anteile an Banken verkauft
Fiat baut Schulden ab

Der italienische Fiat-Konzern wird einen Teil seiner 38,6-prozentigen Beteiligung an dem Energiekonsortium Italenergia veräußern, um so einen Teil seiner Schuldenlast von rund 6,6 Mrd. Euro abzubauen.

dpa ROM. Wie das Unternehmen am Freitagabend mitteilte, werden die drei italienischen Gläubigerbanken Sanpaolo Imi, Banca di Roma und Intesa Bci 14 % an dem Versorger übernehmen, wodurch Fiat seine Verbindlichkeiten um 576 Mill. Euro vermindern kann.

Der Versorger Italenergia, an dem auch die französische Electricite de France (Edf) mit rund 18 % und die drei genannten Banken mit 23,4 % beteiligt sind, kontrolliert seinerseits den Energiekonzern Edison. Fiat hatte erst in den vergangenen Wochen von seinen Gläubigerbanken ein Darlehen über drei Mrd. Euro mit drei Jahren Laufzeit erhalten.

Bei der Überbrückungshilfe für Fiat handelt es sich um einen komplexen, mehrstufigen Plan. Unter anderem erhält das Turiner Unternehmen von der New Yorker Citibank eine Finanzierung in Höhe von 1,15 Mrd. Euro und verpfändet dafür die restlichen 24,6 % seines Italenergia-Anteils. Das italienische Unternehmen habe 2005 eine Option zum Rückkauf beider Anteile, berichtete das italienische Fernsehen.

Der Fiat-Konzern hoffe, diese Option nutzen zu können. Das hänge jedoch von den Geschicken der verschuldeten Autosparte ab, hieß es. Falls Fiat die Anteile nicht zurückkaufen könne, habe die Citibank die Option, die 24,6 % an Edf zu verkaufen. Fiat teilte jedoch mit, der französische Versorger strebe nicht die Kontrolle über Italenergia an. "Italenergia bleibt in italienischen Händen", sagte Fiat-Präsident Paolo Fresco.

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