Italien gibt dagegen grünes Licht
Österreich verweigert US-Truppen Transit

Österreich - laut Verfassung neutral und daher auch nicht NATO-Mitglied - erlaubt den USA nicht, sein Staatsgebiet für den Transit von Truppen und Militärmaterial für einen Irak-Krieg zu benutzen. Für Transporte oder Überflüge fehle ein UN-Mandat, sagte der österreichische Verteidigungsminister Herbert Scheibner am Freitag dem ORF.

vwd/dpa WIEN/ROM. Mit Verwunderung hatte Österreich zuvor auf Äußerungen von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld reagiert, Wien verzögere die derzeit laufenden US-Truppenverlegungen von Deutschland nach Italien. Weil Österreich keine Transitgenehmigung erteile, müsse die US-Armee erhebliche Verzögerungen in Kauf nehmen, hatte Rumsfeld am Vortag vor dem US-Senat in Washington beklagt.

Es gebe gar kein entsprechendes Ersuchen aus Washington, sagte Scheibner im ORF. Es habe lediglich informelle Kontakte gegeben, ob Wien ein solches Ersuchen befürworten würde. Da es für die derzeitigen Kriegsvorbereitungen keinen klaren UN-Auftrag gibt, müsste die Bitte aus Washington abgelehnt werden, betonte Scheibner. "Sollte es ein UN-Mandat geben, müssten wir das neu beurteilen."

Hingegen sicherte Italien den USA die Erlaubnis zu, seine Straßen und Seewege sowie seinen Luftraum zu nutzen. Rom handele damit gemäß seinen Bündnispflichten, schrieb der italienische Verteidigungsminister Antonio Martino an die zuständigen Ausschussvorsitzenden von Senat und Abgeordnetenhaus, wie am Freitag aus dem Parlament verlautete.

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