Italien macht großen Schritt
Frankreich, Tschechien, Schweden und Bulgarien sind durch

Vor dem letzten Spieltag in der EM-Qulifikation haben mit Titelverteidiger Frankreich, Tschechien, Schweden und Bulgarien vier Teams das EM-Ticket gelöst. Die Schweiz und Ex-Europameister Dänemark vergaben dagegen ihren ersten "Matchball" und müssen nun im Abschlussspiel am 11. Oktober alles klar machen. Die Niederlande und Slowenien müssen in die Relegation.

HB HAMBURG. Im Spiel des Abends setzte sich Tschechien gegen die Niederlande mit 3:1 (2:0) durch. Die Vorentscheidung fiel bereits in der 13. Minute, als Karel Poborsky von Edgar Davids im Strafraum gefoult wurde. Der Niederländer flog vom Platz, und der Dortmunder Jan Koller nutzte den Strafstoß zum 1:0. Poborsky erhöhte in der 38. Minute auf 2:0. Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen, kamen aber nur noch zum Anschlusstreffer durch van der Vaart. In der Nachspielzeit erzielte Baros das 3:1.

Titelverteidiger Frankreich feierte mit dem 2:0 in Slowenien den siebten Sieg im siebten Spiel, den David Trezeguet (9.) und Olivier Dacourt (71.) sicherstellten. Zuvor war Claude Makelele vom Platz geflogen. Den Slowenen ist der zweite Platz nicht mehr zu nehmen, das Israel gegen Malta nicht über ein 2:2 hinauskam.

In der Gruppe vier setzte sich Schweden in Polen mit 2:0 (1:0) durch und ist nach dem siebten Spiel ohne Niederlage nicht mehr von der tabellenspitze zu verdrängen. Die Tore erzielten Mikael Nilssen (3.) und Olof Mellberg (37.). Polens Kapitän Tomasz Hajto vom FC Schalke 04 sah nach einer Tätlichkeit (63.) die Rote Karte.

Bulgarien entledigte sich seiner Pflichtübung in Andorra nach Toren der Bundesliga-Legionäre Dimitar Berbatow (2) und Marian Hristow mit 3:0 und profitierte zugleich vom 2:1-Sieg Belgiens über Kroatien. Damit ist den Bulgaren der Sieg in der Gruppe acht nicht mehr zu nehmen. Platz zwei wird im Fernduell zwischen den punktgleichen Belgiern (gegen Estland) und Kroaten (gegen Bulgarien) ausgespielt.

Ex-Europameister Dänemark vergab durch ein schmeichelhaftes 2:2 gegen Rumänien seinen "Matchball" in der Gruppe 2. Die Skandinavier, die mit einem Sieg das EM-Ticket sichergehabt hätten, schafften vor 42 000 Zuschauern in Kopenhagen erst in der 95. Minute durch Martin Laursen den umjubelten Ausgleich. Jon Dahl Tomasson hatte die Gastgeber in der 35. Minute per Foulelfmeter in Führung gebracht, dann aber trafen Adrian Mutu (61.) und Daniel Pancu (73.) für Rumänien. Dank des direkten Vergleichs liegt Dänemark (14 Punkte) vor den punktgleichen Rumänen und benötigt im abschließenden Spiel in Bosnien-Herzegowina ein Unentschieden zum Gruppensieg.

Die Schweiz durfte bei der 1:4-Pleite in Russland nur sieben Minuten lang von der vorzeitigen EM-Qualifikation träumen, als sie durch ein Eigentor von Karjaka (13.) in Führung gingen. Dann aber wendete Dimitri Bulikin vor 28 000 Zuschauern mit drei Toren das Spiel im Alleingang. Der 24 Jahre alte Stürmerstar von Dinamo Moskau traf in der 20., 33. und 59. Minute. Für den Endstand sorgte Alexander Mostowoj (72.). Damit fällt die Entscheidung über den Gruppensieg am 11. Oktober, wenn Tabellenführer Schweiz (12 Punkte) auf Irland (11) trifft und Russland (11) gegen Georgien (7) spielt. Den Eidgenossen fehlt in dieser Partie Ricardo Cabanas, der nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah.

Einen wichtigen Schritt zur EM machte Italien. Zwar schafften die Italiener in Serbien-Montenegro nur ein 1:1. Doch weil auch Wales gegen Finnland nicht über ein 1:1 hinaus kam, verteidigte die Trapattoni-Elf die Tabellenführung in der Gruppe neun kann mit einem Sieg im letzten Spiel gegen Aserbaischan die EM-Fahrkarte lösen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%