Italienerin krönt Karriere
Langlauf: Belmondo holt erste Goldmedaille

Stefania Belmondo hat ihre Erfolgskarriere mit ihrem zweiten Olympiasieg gekrönt. Die 33 Jahre alte Italienerin triumphierte am Samstag bei der olympischen Premiere des Massenstartrennens im freien Stil über 15 km und holte damit das erste Gold bei den Winterspielen in Salt Lake City.

dpa SALT LAKE CITY. Mit einem furiosen Finish verwies die fünfmalige Langlauf-Weltmeisterin in 39:54,4 Minuten die Russin Larissa Lazutina um 1,8 Sekunden auf den zweiten Platz. Bronze ging an die Tschechin Katerina Neumannova. Beste des deutschen Trios war Evi Sachenbacher aus Reit im Winkl als 13. mit 1:03,2 Minuten Rückstand. "Es war superschön zu laufen", meinte Sachenbacher.

Die Entscheidung fiel nach etwa 12,5 km, als sich Belmondo und Lazutina aus der Spitzengruppe lösen konnten. Trotz eines Stockbruchs auf der Strecke in Soldier Hollow hatte die kleine Italienerin im Spurt die Nase vorn. "Das ist unglaublich. Ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich Gold gewonnen habe. Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Schneller hätte ich nicht laufen können", sagte Belmondo, die 1992 in Albertville über 30 km ihren ersten Olympiasieg gefeiert hatte. In ihrer olympischen Medaillenkollektion befinden sich auch zwei Silber- und vier Bronzemedaillen.

Die beiden anderen deutschen Starterinnen spielten erwartungsgemäß keine Rolle. Anke Reschwamm aus Willingen nutzte das Rennen zur Vorbereitung auf die Sprint-Entscheidung. Die 29-Jährige belegte in 43:53,1 Rang 36. Die Oberwiesenthalerin Claudia Künzel lief sich für ihren Einsatz in der Staffel warm und landete 2:55,1 Minuten hinter der strahlenden Siegerin auf Platz 27.

Bei idealen Bedingungen mit Temperaturen zwischen minus 10 und minus 14 Grad sowie Sonne pur übernahmen die favorisierten Russinnen von Beginn an die Initiative. Schon auf dem ersten Teilstück der zwei Mal zu durchlaufenden 7,5 km langen Runde setzte sich eine Gruppe mit 15 Läuferinnen vom übrigen Feld ab. Evi Sachenbacher konnte dort zunächst gut mithalten. Die 21-Jährige hatte Ende Dezember beim Sprint-Rennen in Garmisch-Partenkirchen für den ersten Weltcupsieg einer Deutschen nach 1988 gesorgt. Auf der zweiten Schleife des schweren Kurses mit einem Höhenanstieg von 542 m musste sie dann jedoch dem hohen Tempo der Favoritinnen Tribut zollen. "Mit dem 13. Platz und dem Rückstand können wir sehr gut leben", sagte Langlauf- Koordinator Jochen Behle.

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