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Italienische e.Biscom übernimmt Mehrheit an HanseNet

adx HAMBURG. Das italienische Telekommunikationsunternehmen e.Biscom übernimmt die Mehrheit an der Hamburger Telefongesellschaft HanseNet. Zum 1. Oktober 2000 werde das am Mailänder Nuovo Mercato notierte Unternehmen 80 Prozent der Anteile an der HanseNet Telekommunikation GmbH von den Hamburgischen Electricitäts AG-Werken (HEW) für einen Kaufpreis von rund 480 Millionen Mark übernehmen, sagte HEW-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Reh am Dienstag in der Hansestadt. Die HEW folge damit ihrer Strategie der Konzentration auf das Kerngeschäft Energie und energienahe Dienstleistungen.

Den Angaben zufolge plant e.Biscom «die zügige Einführung breitbandiger Internetdienste für Sprach-, Daten- und Videoanwendungen» und eine Ausweitung des Geschäfts auch auf den Privatkundenmarkt. Hierbei solle zunächst die so genannte DSL-Technik (Digital Subscriber Line) für schnelle Internetzugänge zum Einsatz kommen, die auf der herkömmlichen Telefonleitung (Kupferdoppelader) aufsetze. Schrittweise sollen erste Privathaushalte in Hamburg mit eigenen Glasfaserkabeln direkt angeschlossen werden. So werde Privathaushalten erstmals die Möglichkeit geboten, über permanente Hochgeschwindigkeitsverbindungen zum Internet mit 160-facher ISDN-Geschwindigkeit moderne Multimedia- und Videoanwendungen sowie Telefondienstleistungen zu nutzen.

Silvio Scaglia, Chief Executive Officer von e.Biscom, betonte, das Unternehmen biete in Mailand über ein IP-basiertes Glasfasernetz (IP = Internet Protokoll) breitbandige Sprach-, Daten und Videodienste für Privat- und Geschäftskunden an. Diese Produkte sollen auch in Hamburg eingeführt werden. Der Wirtschaftsraum Hamburg sei «einer der interessantesten Telekommunikationsmärkte in Deutschland» und HanseNet «ein starkes Sprungbrett für weitere Aktivitäten», sagte Unternehmenschef Scaglia.

HanseNet betreut nach eigenen Angaben derzeit rund 2.900 Geschäfts- und mehr als 8.300 Privatkunden. 1999 hat das Unternehmen 34 Millionen Mark umgesetzt (1998: 8,5 Millionen Mark). Mit knapp 31 Millionen Mark hat die Firma im ersten Halbjahr 2000 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (13,5 Millionen Mark) um 120 Prozent gesteigert.

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