Italienische Regierung bietet Gipfelgegner den "Dialog" an
Genua nach Bombenwarnungen vor G-8-Gipfel in Festung verwandelt

Aus Furcht vor weiteren Anschlägen vor dem G-8-Treffen haben Sicherheitskräfte die Gipfelstadt Genua in eine Festung verwandelt.

vwd/afp GENUA/WASHINGTON. Die Polizei riegelte die Altstadt am Dienstag vollständig ab, Anti-Terror-Einheiten durchsuchten Unterkünfte mutmaßlicher Gipfelgegner. Am Montag hatte eine Briefbombe einen Polizisten schwer verletzt. Kurz darauf wurde ein zweiter Sprengsatz entschärft. Die italienische Regierung bot den Gipfelgegnern nach Worten eines Diplomaten den "Dialog" an.

Die Innenstadt-Bewohner von Genua mussten schwere Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit hinnehmen: Zehntausende konnten nur noch mit Passierscheinen durch vier Meter hohe Sperrzäune zu ihren Häusern gelangen. In der norditalienischen Hafenstadt sowie in Mailand, Florenz und Neapel durchsuchten Sicherheitskräfte Kulturzentren und Büros linker Organisationen. Ein junger Mann sprach von gezielten "Einschüchterungen". In Florenz beschlagnahmte die Polizei Dokumente, in Neapel stellte sie Hämmer, Schraubenschlüssel und Pflastersteine sicher.

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