Italienische Sportzeitung nennt Ullrich den "Zerbrechlichen Kaiser"
Ullrich: "Ich bin am Boden"

Die Saison endet für Jan Ullrich so, wie sie verlaufen ist: enttäuschend. Der an einer "viralen Magen- und Darminfektion" erkrankte Olympiasieger von Sydney - so die Diagnose der behandelnden Ärzte - sagte auch das WM-Straßenrennen am Sonntag in Verona ab.

BARDOLINI/DUISBURG. Am Montag hatte Ullrich, der nach seiner Olympia-Pleite wieder in Form gekommen war, bereits das WM-Zeitfahren in Bardolino absagen müssen. "Die Erkrankung erwies sich als zu hartnäckig. In seinem geschwächten Zustand kann er kein 265 Kilometer langes Rennen bestreiten", teilte Professor Andreas Schmid von der Uni-Klinik Freiburg mit. Ullrich litt seit Beginn der Woche unter Erbrechen und Durchfall. Markus Fothen (Kaarst) vom Team Gerolsteiner ersetzt den T-Mobile-Kapitän am Sonntag im zwölfköpfigen deutschen WM-Aufgebot.

"Der Magen- Darm-Virus wird mir noch die ganze Woche zu schaffen machen. Ich liege den gesamten Tag lang. Ich bin super-frustriert und am Boden, dass ich mir die WM jetzt im Fernsehen anschauen muss. So wollte ich die Saison nicht beenden. Aber der Virus passt zum Verlauf des gesamten Jahres. Der Sieg bei der Tour de Suisse war mein Highlight, nachdem Tour de France und WM in die Hose gegangen sind", sagte Ullrich in einer Fernseh-Schaltung aus seinem Haus in Scherzingen am Bodensee. Ullrich versprach für 2005: "Neues Jahr - Neues Glück".

Sein Berater Rudy Pevenage hielt sich bei der Bewertung der enttäuschend verlaufenen Saison zurück: "Es wäre zu hart zu sagen, 2004 war seine schlechteste Saison nach 2002." Vor zwei Jahren konnte Ullrich wegen einer Knie-Verletzung und einer Dopingsperre nur ein Rennen im Januar bestreiten.

In diesem Jahr brachte es der 30-Jährige immerhin auf rund drei Wettkampf-Monate. Im Juli blieb ihm nur Rang vier bei der Tour de France hinter Rekordsieger Lance Armstrong. Eine Bronchitis hatte ihn gehandicapt. Die Olympischen Spiele verpatzte er mit Rang 19 im Straßenrennen und Platz sieben in seiner Spezial-Disziplin, dem Zeitfahren.

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