Italienischer Modeschöpfer legt gegen den Trend zu
Armani lässt Gucci und Bulgari blass aussehen

Gegen die schwache Nachfrage nach Luxusgütern bewegt sich Giorgio Armani, Italiens bekanntester Modeschöpfer, weiterhin sicher auf dem Laufsteg. Im ersten Halbjahr 2002 hat der Mode-Konzern aus Mailand den Umsatz um 5% auf 653 Mill. Euro gesteigert.

HB/mab MAILAND. Als noch robuster erweist sich dabei das Wachstum der Ertragszahlen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hat um 11% auf 130 Mill. Euro zugelegt. Der operative Gewinn ist um 10% auf 97 Mill. Euro gestiegen.

Zum Vergleich: Gucci aus Florenz hat im ersten Quartal ein Minus beim Gewinn von 35% erzielt. Der Luxusgüterhersteller Bulgari aus Rom hat sein operatives Ergebnis sogar mehr als halbiert. Die nicht an der Börse notierte Armani-Gruppe gehört mit einer Bruttomarge von 15% dagegen weiterhin zu den rentabelsten Unternehmen in der Designer-Mode-Szene.

Zufrieden kommentierte Armani dann auch die Zahlen: "Wir liegen über dem Durchschnitt unserer Industrie und beginnen, die Früchte der Investitionen in das Vertriebsnetz sowie unserer strategischen Akquisitionen zu ernten." In den letzten vier Jahren hat der Konzern 560 Mill. Euro in den Aufbau eigener Boutiquen und den Kauf von Unternehmen gesteckt.

Ein Tempo, das Armani beibehalten will. In diesem Jahr sollen weitere 29 neue Geschäfte - unter anderem ein Armani House in Hongkong - eröffnet werden. Des weiteren macht das Unternehmen 20 Shops und zwei Geschäfte in Mailand und Moskau auf, die ausschließlich Haustextilien unter dem Label Armani Casa verkaufen werden. Auf der Produktseite wird Armani in diesem Herbst eine Schmuckkollektion auf den Markt bringen. Außerdem lanciert der Designer zwei neue Parfums in Europa und Asien sowie Kosmetika in Japan, Hongkong und Australien.

Nach Ansicht von Branchenexperten profitiert Armani in Zeiten der Konsumflaute von der Stärke seiner Marke. Außerdem seien die Kostenstrukturen eines Mono-Markenunternehmens wesentlich vorteilhafter als jene von Multi-Markenkonzernen, wie LVMH, Prada oder Gucci.

Quelle: Handelsblatt

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