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„Ivan“ immer tödlicher: Fast 40 Tote

Wirbelsturm „Ivan“ wütet weiter in den USA und wird immer tödlicher. Nach Medienberichten vom Samstag stieg die Zahl der Todesopfer im amerikanischen Osten inzwischen auf 39. „Ivan“ ist damit noch verheerender als „Floyd“, der die USA 1999 heimgesucht hatte.

dpa MIAMI. Wirbelsturm "Ivan" wütet weiter in den USA und wird immer tödlicher. Nach Medienberichten vom Samstag stieg die Zahl der Todesopfer im amerikanischen Osten inzwischen auf 39. "Ivan" ist damit noch verheerender als "Floyd", der die USA 1999 heimgesucht hatte.

Zwar ist "Ivan", der die US-Golfküste am Donnerstag als mächtiger Hurrikan erreicht hatte, seit Freitag nur noch ein tropisches Tiefdruckgebiet. Aber auch in dieser abgeschwächten Form richtete er auf seinem Zug in Richtung Neuengland zum Teil schwere Verwüstungen an. Mit heftigen Regenfällen setzte der Sturm Gebiete in nunmehr neun US-Bundesstaaten bis hinauf nach West Virginia und den Großraum Washington unter Wasser. Erdrutsche rissen allein in North Carolina 30 Häuser mit sich. Acht Einwohner konnten nur noch tot aus den Trümmern geborgen werden.

Dutzende von "Ivan" ausgelöste Tornados schlugen weitere Schneisen der Zerstörung. Allein in Virginia wurden neun "Twister" gezählt. Das Ausmaß der Zerstörung durch die Stürme und den Regen ist hier so groß, dass der Gouverneur des Staates den Notstand ausrief. Ein Tornado wirbelte auch in der Nähe des Internationalen Flughafens der Bundeshauptstadt Washington.

In North Carolina, West Virginia und Pennsylvania wurden fast 500 000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Insgesamt hinterließ "Ivan" seit Freitag auf einer Strecke von über 1000 Kilometern zwischen South Carolina und den Neuengland-Staaten seine Spuren. In allen vom Sturm betroffenen Staaten waren am Samstag fast zwei Millionen Einwohner ohne Elektrizität.

Besonders aber im Südosten der USA wird das Ausmaß der Zerstörungen durch "Iwan" immer deutlicher. In Florida kamen am Freitag (Ortszeit) erneut drei Menschen ums Leben, als eine Flutwelle plötzlich an Land rollte und ein Haus mit sich riss. Die Einwohner saßen gerade vor dem Fernseher, als das Unglück über sie hereinbrach. Unter den Opfern sind ein vierjähriges Mädchen und eine schwangere Frau. Inzwischen mangelt es in den Katastrophengebieten in Westflorida an Grundnahrungsmitteln. Gouverneur Jeb Bush schickte fast 2000 Nationalgardisten, die Versorgungsgüter austeilten.

Fassungslos sind auch die Menschen in Alabama angesichts des Ausmaßes der Unwetterkatastrophe. So muss die Landkarte für Gulf Shores bei Mobile, wo der Hurrikan das Land erreicht hatte, neu gezeichnet werden. "Ivan" riss hier fast eineinhalb Kilometer Küste hinweg. Im regendurchweichten Georgia erlitten Erdnuss- und Baumwollfarmer vernichtende Einbußen.

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