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IVG übertrifft Gewinnprognosen im 3. Quartal - Mehr Dividende möglich

Der Immobilienkonzern IVG hat mit seinem operativen Gewinn im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen und für das Gesamtjahr eine höhere Dividende in Aussicht gestellt.

dpa-afx BONN. Der Immobilienkonzern IVG hat mit seinem operativen Gewinn im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen und für das Gesamtjahr eine höhere Dividende in Aussicht gestellt. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 24,2 Mill. Euro im Vorjahr auf 51,7 Millionen. Gleichzeitig wurde die Gewinnprognose für das Gesamtjahr bestätigt. Die Aktie legte bis zum Nachmittag in einem schwachen Marktumfeld um 0,46 Prozent auf 10,90 Euro zu.

Der Umsatz ist im dritten Quartal nach IVG-Angaben von 78,5 auf 119,2 Mill. Euro gestiegen. Der Überschuss erhöhte sich von 1,8 Mill. vor einem Jahr auf 24,0 Mill. Euro. Analysten hatten im Durchschnitt nur 20,7 Mill. erwartet. Auch das Ebit übertraf die Expertenprognose von 46 Millionen. Erstmals wurde in diesem Quartal die im Juli erworbene Mehrheitsbeteiligung an der Oppenheim Immobilien KAG voll konsolidiert.

Immobilienverkäufe

Das Ergebnis im dritten Quartal sei im Wesentlichen durch die Verkäufe der beiden Immobilien Boulevard Haussmann in Paris und Conduit Street in London positiv beeinflusst worden, hieß es weiter. Ein IVG-Sprecher kündigte weitere Schritte in dieser Richtung an. Die stärksten Verkaufsaktivitäten verzeichne die IVG traditionell im vierten Quartal.

Nach gemeinsamen Erfolgen mit dem französischen Finanzkonzern AXA wurde ein zweites Joint Venture gegründet. AXA und IVG beteiligen sich mit einem Anteil von 30 Prozent am Eigenkapital von 300 Mill. Euro. Der Rest entfalle auf passive institutionelle Investoren. Schwerpunkt sollen Gewerbeimmobilienentwicklungen im Großraum Paris sein. Das Joint Venture werde voraussichtlich bis 2010 laufen.

Überschuss VON Rund 70 Millionen

In den ersten neun Monaten erzielte der Immobilienkonzern eine Steigerung des Überschusses um 38 Prozent auf 38,2 Mill. Euro. Finanzvorstand Dirk Matthey bestätigte das Ziel, in diesem Jahr den Reingewinn des Vorjahres von 66,5 Mill. Euro zu übertreffen. Der Überschuss werde bei rund 70 Mill. Euro liegen. Falls ein derart gutes Ergebnis zu Stande komme, könne auch die Dividende vorsichtig angehoben werden.

Der IVG-Umsatz kletterte zwischen Januar und September von 247,9 auf 289,5 Mill. und die Gesamtleistung von 304,7 auf 337,5 Mill. Euro. Der Vermietungsstand habe in diesem Zeitraum "erfreuliche" 93 Prozent erreicht. Die Nettomieten, die Haupteinnahmequelle des Konzerns, hätten um elf Prozent auf 182,2 Mill. Euro zugelegt.

Einführung VON Reits Wesentlich

Die Analysten der WestLB bestätigten nach Vorlage der Zahlen ihre Einstufung "Outperform". Das gleiche gilt für die Hypovereinsbank. Deren Analyst Andreas Weese teilte mit, dass das Unternehmen mit dem Quartalsüberschuss auch seine Prognose übertroffen habe. Dies sei vor allem auf die überraschend niedrige Steuerquote von zwölf Prozent zurückzuführen. Seine Schätzung lag bei 27 Prozent. Nach Ansicht Weeses ist die Aktie immer noch unterbewertet.

Analyst Stefan de Schutter von der Alpha Wertpapierhandel AG bezeichnete die Geschäftszahlen ebenfalls als gut. Die Anleger warteten derzeit aber vor allem auf die Entscheidung der Bundesregierung zur Einführung von steuerbegünstigten Immobilienfonds (Reits). Falls Reits künftig auch in Deutschland zulässig sein sollten, könne die IVG ihre Immobilienreserven heben und erheblich von der Steuervergünstigung profitieren. Bis dahin werde sich am Kurs aber nicht sehr viel ändern. Andererseits sei es angesichts der angespannten Haushaltslage fraglich, ob die Bundesregierung Reits tatsächlich genehmigt.

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