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IW-Verbandsumfrage: Deutsche Wirtschaft zuversichtlich

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist an der Schwelle zum Jahr 2001 überwiegend zuversichtlich. Dies ermittelte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seiner traditionellen Umfrage zum Jahreswechsel.

ddp KÖLN. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist an der Schwelle zum Jahr 2001 überwiegend zuversichtlich. Dies ermittelte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln, in seiner traditionellen Umfrage zum Jahreswechsel, deren Ergebnisse am Mittwoch vorgestellt wurden. Allerdings laufe die Konjunktur in den 42 befragten Wirtschaftsverbänden äußerst unterschiedlich. Die Risiken für das künftige Geschäft würden erheblich höher eingeschätzt als vor zwölf Monaten. Als Störfaktor hätten die Verbände vor allem den Ölpreisdruck, die steigende Öko-Steuerlast und die erneute Unsicherheit über den Reformkurs der Bundesregierung angeführt.

18 Verbände meldeten zum Jahreswechsel eine bessere Stimmung als vor einem Jahr, 9 Verbände eine schlechtere. Damit sei die Zuversicht etwas geringer als bei der vergangenen Umfrage, stellte das IW fest. Eindeutig verschlechtert habe sich das Wirtschaftsklima im Bau und den baunahen Sektoren. In den großen exportintensiven Branchen wie dem Maschinenbau oder der Elektroindustrie sei die Lage hingegen angesichts der florierenden Auslandsnachfrage nach wie vor gut. Hier werde die Inlandsnachfrage aber immer noch als unzureichend eingeschätzt. Auch die weltwirtschaftlichen Perspektiven würden zurückhaltender beurteilt als im Vorjahr. Spürbaren Aufwind vom Kaufkraftschub der Steuerreform im kommenden Jahr erhoffen sich die verbrauchsnahen Bereiche wie Ernährung, Einzelhandel, Textilien und Bekleidung.

In den für die deutsche Wirtschaft dominanten Zweigen des Verarbeitenden Gewerbes gehen die Verbände laut Umfrage weiterhin von einer aufwärtsgerichteten Produktion aus. Von den 42 befragten Branchen planen nur 13 eine Reduzierung ihrer Mitarbeiterzahl. Vor zwölf Monaten waren es noch 19. Sieben Sektoren halten einen Personalaufbau für denkbar, darunter der Maschinenbau, die elektronische Industrie und der Einzelhandel. Der Beschäftigungsabbau früherer Jahres sei weitgehend abgeschlossen, und in einigen Bereichen bestehe sogar akuter Mangel an qualifizierten Fachkräften, ergab die IW-Umfrage.

Mit den Elektrizitätswerken und der Eisen- und Stahlindustrie signalisierten nur zwei Sektoren schrumpfende Investitionsbudgets. Ansonsten bleiben die Aktivitäten auf dem Vorjahresniveau oder werden sogar ausgeweitet, teilte das IW weiter mit. Zwar dominierten dabei weiterhin die Rationalisierungsinvestitionen. In einigen Bereichen seien die Kapazitäten allerdings so stark ausgelastet, dass Erweiterungen des Bestands an Maschinen, Anlagen und Bauten notwendig werden.

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