IWF-Chef Köhler:
"Politische Unsicherheit einer der Gründe für schwachen Euro"

IWF-Chef Horst Köhler sieht in politischen Unstimmigkeiten innerhalb der Euro-Zone einen der Hauptgründe für das Euro-Tief.

dpa-afx PRAG. Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IFW), Horst Köhler, sieht in politischen Unstimmigkeiten innerhalb der Euro-Zone einen der Hauptgründe für das Euro-Tief. Die Unsicherheit über den künftigen Kurs der europäischen Integration und die Erweiterung der Europäischen Union (EU) laste auf der gemeinsamen Währung, sagte Köhler in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der International Herald Tribune.

Die europäischen Staaten sollten sich Gedanken über die tiefer liegenden Ursachen für das Euro-Tief machen. Mit der EU-Erweiterung müsse eine Reform der bestehenden EU-Institutionen einher gehen. Nachdem IWF-Chefvolkswirt Michael Mussa bereits Devisenmarkt-Interventionen befürwortet, sprach sich Köhler ebenfalls dafür aus. "Just do it", sagte Köhler. Diskussionen über Eingriffe in die Devisenmärkte sollten nicht vor, sondern erst nach Interventionen stattfinden. Die koordinierten Interventionen der 80er und 90er Jahre seien erfolgreich verlaufen.

Zudem verteidigte Köhler IWF-Chefvolkswirt Mussa, der von europäischen Regierungen wegen seiner Kommentare zu einer Euro-Intervention kritisiert worden war. Der IWF müsse sehr auf die Wechselkurs-Relationen achten und Fehlentwicklungen klar benennen.

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