IWF sagt Konjunkturplus von 2,9 Prozent voraus
Internationaler Währungsfonds gibt Bundesregierung gute Noten

ap BERLIN. Der Internationale Währungsfonds hat der Politik der Bundesregierung insgesamt gute Noten ausgestellt und sieht Deutschland weiter auf Wachstumskurs. Der IWF sagt in seinem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Deutschlandbericht für 2000 ein Konjunkturplus von 2,9 % und für nächstes Jahr von 3,1 % voraus. Der Währungsfonds korrigierte damit allerdings seine Prognose für 2001 kurzfristig nach unten. In einer älteren Version des Berichts war noch von 3,3 % die Rede.

Der IWF bescheinigt der Bundesregierung, den seit Jahrzehnten bestehenden Reformstau in Deutschland aufgelöst zu haben. Besonders gelobt wird die Steuer- und Konsolidierungspolitik von Finanzminister Hans Eichel. Die Steuerreform werde das Wachstum beflügeln, hieß es.

Bei seiner Wachstumsvorhersage bleibt der IWF deutlich über der Prognose der Regierung und der sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, die mit einer leichten Abschwächung der Konjunktur im kommenden Jahr rechnen. Die Bundesregierung hofft in diesem und im nächsten Jahr auf ein Konjunkturplus von jeweils 2,75 %. Die Institute hatten in ihrem Herbstgutachten für 2000 drei Prozent und für das Jahr darauf 2,7 % prognostiziert. Der Deutsche Industrie- und Handelstag geht von knapp drei Prozent in beiden Jahren aus. Bei den Vorhersagen war stets betont worden, der hohe Ölpreis drücke die Konjunktur.

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