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IWH hebt Wachstumsprognose für Deutschland 2004 auf 1,8 Prozent anDPA-Datum: 2004-06-29 13:15:17

ACHTUNG SPERRFRIST 14.00 UHR

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HALLE (dpa-AFX) - Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland für das laufende Jahr angehoben. Angesichts einer exportgetriebenen Erholung sei mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent zu rechnen, teilte das IWH am Dienstag in Halle mit. Zuvor war das IWH noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent ausgegangen. Für 2005 werde ebenfalls ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent erwarten. Im Jahr 2003 war die deutsche Wirtschaft noch um 0,1 Prozent geschrumpft.

Vor den IWH-Forschern hatte bereits das ifo-Institut seine Prognose auf 1,7 Prozent und das Institut für Weltwirtschaft (IfW) seine Prognose auf 1,8 Prozent erhöht.

In Deutschland hänge die wirtschaftliche Erholung vom Aufschwung im Ausland ab. Seit dem Sommer 2003 sei für das Anziehen der Konjunktur vor allem der Export verantwortlich. Im Inland stagniere die Nachfrage jedoch. Sie wird laut IWH erst im kommenden Jahr zulegen. Die privaten Haushalte sparten lieber, solange die Erholung am Arbeitsmarkt vorbei gehe.

EXPORTIMPULSE DURCH EU-OSTERWEITERUNG

Im weiteren Verlauf des Jahres dürft der Export die Konjunktur weiter stützen. Der Auftrieb in der Weltwirtschaft setze sich fort. Zudem werde die deutsche Wirtschaft nach der Korrektur der jüngsten Euro-Aufwertung an preislicher Wettbewerbsfähigkeit hinzugewinnen. Die vollzogene EU-Osterweiterung werde Exporte und Importen zusätzliche Impulse verleihen.

Aufgrund der gestiegenen Ölpreises werde die Jahresinflationsrate zwar von 1,1 Prozent im Vorjahr auf 1,5 Prozent steigen. Die Überwältzungsspielräume seien jedoch wegen der schwachen Nachfrageentwicklung klein. Zudem dämpften sinkende Lohnstückkosten den Preisauftrieb. Die Arbeitslosigkeit gehe nur geringfügig zurück. 2004 werde es 4,33 Millionen Arbeitslose geben, 2005 würden es 4,27 Millionen sein.

Trotz der Sparbemühungen der Bundesregierung wird Deutschland mit einem Haushaltsdefizit von 3,8 Prozent im Jahr 2004 und von 3,3 Prozent im Jahr 2005 erneut die Vorgaben des Stabilitäts- und Wachstumspakt verletzen. Die expansive Geldpolitik der EZB werde die deutsche Konjunktur weiter stützen.

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