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IWH: Im Osten sinkt die Vollzeitarbeit weiter

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig tätigen Arbeitnehmer hat sich in Ostdeutschland im Mai weiter verringert. Wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Montag mitteilte, lag die Zahl im Mai um 92 000 Personen (minus 2,2 %) unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Dies habe auch nicht durch die Förderung von Existenzgründungen und die Zunahme der Zahl geringfügig entlohnter Beschäftigten kompensiert werden können. Der Abbau von Beschäftigung konzentriere sich in den neuen Ländern vor allem auf Vollzeitarbeitsplätze. Davon gingen 2003 im Vergleich zu 2002 mehr als drei Prozent verloren.

dpa-afx HALLE. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig tätigen Arbeitnehmer hat sich in Ostdeutschland im Mai weiter verringert. Wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Montag mitteilte, lag die Zahl im Mai um 92 000 Personen (minus 2,2 %) unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Dies habe auch nicht durch die Förderung von Existenzgründungen und die Zunahme der Zahl geringfügig entlohnter Beschäftigten kompensiert werden können. Der Abbau von Beschäftigung konzentriere sich in den neuen Ländern vor allem auf Vollzeitarbeitsplätze. Davon gingen 2003 im Vergleich zu 2002 mehr als drei Prozent verloren.

Im Osten entfallen auf je 1 000 Erwerbsfähige 211 Arbeitsplätze. In den alten Ländern sind es 113. Damit ist die "Arbeitsplatzlücke" im Osten fast doppelt so hoch wie in Westdeutschland, teilte das IWH weiter mit.

Angesichts der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum 1. Januar 2005 könne eine Prognose zum Arbeitsmarkt für das nächste Jahr nur unter Vorbehalt getroffen werden, hieß es. Das IWH rechne durch die neuen Regelungen mit einem Anstieg der Anzahl der registrierten Arbeitslosen. Anderseits könnten durch forcierte Vermittlungsbemühungen neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden. "Beide Effekte lassen sich gegenwärtig nicht fundiert prognostizieren", meinte das IWH. Erst im Jahr 2006 dürfte eine leichte Besserung am Arbeitsmarkt zu erwarten sein.

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