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Iwka bestätigt Jahresprognose - Auftragseingang im Quartal schwächer

dpa-afx KARLSRUHE. Der Auftragseingang beim Maschinen- und Anlagenbauer Iwka hat sich im zweiten Quartal wieder deutlich abgeschwächt. Dank des starken ersten Jahresviertels konnten die Karlsruher am Dienstag dennoch auf ein Orderplus für das erste Halbjahr verweisen. Im zweiten Quartal hatte der Konzern zudem sein operatives Ergebnis deutlich verbessert. Iwka bestätigte dank der Auftragslage seine Jahresprognose. Der jüngst angekündigte Umbau werde fortgesetzt.

dpa-afx KARLSRUHE. Der Auftragseingang beim Maschinen- und Anlagenbauer Iwka hat sich im zweiten Quartal wieder deutlich abgeschwächt. Dank des starken ersten Jahresviertels konnten die Karlsruher am Dienstag dennoch auf ein Orderplus für das erste Halbjahr verweisen. Im zweiten Quartal hatte der Konzern zudem sein operatives Ergebnis deutlich verbessert. Iwka bestätigte dank der Auftragslage seine Jahresprognose. Der jüngst angekündigte Umbau werde fortgesetzt.

"Die gestiegenen Auftragseingänge im ersten Halbjahr, der stabile Auftragsbestand und die Entwicklung des operativen Ergebnisses versetzen Iwka in die Lage, auch in den Folgequartalen die gesteckten Ziele zu erreichen", teilte das Unternehmen in seinem Zwischenbericht zum 1. Halbjahr am Dienstag mit. Die im Mdax notierte Aktie rutschte bis gegen Mittag um 0,77 % auf 19,45 ?.

Risiko Energie- UND Stahlpreise

Für das laufende Halbjahr rechnet der Konzern mit einer ähnlichen Entwicklung wie in den ersten sechs Monaten. Allerdings bedeute die weitere Entwicklung der Stahl- und Energiepreise ein Risiko, räumte das Unternehmen ein. Durch das jüngst eingeleitet Ergebnissteigerungsprogramm und den Umbau sollen die Auftragseingänge im Gesamtjahr über dem Vorjahresniveau (2,304 Mrd Euro) liegen. Der Jahresumsatz solle in der Größenordnung von 2003 (2,287 Mrd Euro) ausfallen. Dabei will Iwka das operative Vorjahres-Ergebnis (Ebit) von 81,1 Mill. ? überflügeln.

Im zweiten Quartal hatte der Konzern sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 9 % auf 23 Mill. ? gesteigert. Der Überschuss fiel hingegen um 13,2 % von 6,8 auf 5,9 Mill. ?. Der Umsatz erhöhte sich leicht um 0,9 % auf 585,3 Mill. ?. Nachdem der Auftragseingang im ersten Quartal um knapp 12 % auf 752 Mill. ? angezogen war, blieb das Ordervolumen im zweiten Quartal rückläufig. Der Auftragseingang rutschte um 4,3 % auf 552,7 Mill. ?.

Odereingang IM Halbjahr ÜBER Vorjahr

Gleichwohl liegt der Ordereingang im ersten Halbjahr mit 1,305 Mrd. ? um 4,4 % über dem Vorjahresniveau. Damit liegt Iwka nach eigenen Angaben voll im Plan. Der Auftragsbestand kletterte in den ersten sechs Monaten von 1,287 auf 1,310 Mrd. ?. Das Ebit verbesserte sich in dieser Zeit um 9,3 % auf 31,7 Mill. ?. Der Überschuss lag mit 6,5 Mill. ? um ein Viertel über dem Vorjahresniveau. Der Konzern bewertete die Zahlen positiv. "Die Iwka Gruppe setzte die positive Entwicklung der ersten drei Monate dieses Jahres auch im zweiten Quartal fort."

Der Konzern hatte erst vor wenigen Wochen einen Umbau angekündigt. Unternehmenschef Hans Fahr will den Konzern künftig auf die drei Bereiche Roboter-, Automobil- und Verpackungstechnik konzentrieren. Dabei kam es zuletzt zu einer Auseinandersetzung mit dem Großaktionär Wyser-Pratte, der eine Zerschlagung von Iwka und die alleinige Konzentration auf die Robotersparte gefordert hatte.

Mittelfristige LÖSungen FÜR NichtkerngeschÄFT Gesucht

Zum Nichtkerngeschäft zählt der Konzern in seinem Zwischenbericht die Boehringer Werkzeugmaschinen GMB sowie das US-Unternehmen Inex. Für diese Unternehmen sollten mittelfristig "Lösungen" gesucht werden. Für die Boehringer-Gruppe würden derzeit alle Optionen geprüft. Der Konzern hat inzwischen fünf Unternehmen aus dem ehemaligen Bereich Prozesstechnik (Bopp & Reuther, WPD, Marcon, Tubest und Heinrichs) verkauft. "Die weiteren Desinvestments liegen im Plan". So seien für den Verkauf der Unternehmen Rothschild und Drueker & Co professionelle Berater beauftragt worden.

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