Jahrelang Unterfinanzierung und Missmanagement
Eisenbahnergewerkschaft warnt vor Ausverkauf der Bahn

adx FRANKFURT. Der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, warnt davor, in der momentanen Situation über einen "Ausverkauf von Teilen der Bahn" zu spekulieren. Der Bahnvorstand sollte solche "Schnellschüsse" vermeiden und erst die Beratungen und Entscheidungen des Aufsichtsrates abwarten. Die Veräußerung von Unternehmensteilen stopfe nur kurzfristig Finanzlöcher und trage nicht zu einer dauerhaften Gesundung der Bahn bei, sagte Hansen am Montag in Frankfurt am Main.

Jahrelange Unterfinanzierung und das Missmanagement bei Neubauprojekten habe zu den jetzt bekannt gewordenen Finanzlöchern bei der Bahn geführt, kritisierte Hansen. Vom Bund fordert er, eine ausreichende Finanzierung des Schienennetzes sicherzustellen. Dafür seien jährlich mindestens zehn Mrd. Mark notwendig, wie dies bei der Bahnreform vorgesehen war. Künftig würden rund 8,7 Mrd. Mark mit den Geldern aus den Zinsersparnissen der UMTS-Versteigerung in den Haushalt eingestellt. Am stärksten betroffen von der Finanzmisere seien die Mitarbeiter. Seit Beginn der Bahnreform seien über 130 000 Stellen abgebaut worden.

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