Jahresabschluss soll nach Börsenschluss veröffentlicht werden
Metabox verschiebt Bilanzpressekonferenz

Die unter Druck geratene Metabox AG hat die für heute Vormittag angekündigte Bilanzpresse- und Analystenkonferenz verschoben. Auf der Konferenz wollte das Unternehmen den bereits mehrfach verschobenen Jahresabschluss vorstellen.

rtr/dpa FRANKFURT. Unternehmenssprecherin Aenne Schaper sagte, der Jahresabschluss 2000 werde nun voraussichtlich nach Börsenschluss am Freitag veröffentlicht. Grund dafür sei, dass am Freitagmorgen noch nicht alle endgültigen Zahlen vorgelegen hätten. "Es gab Verzögerungen von seiten der Wirtschaftsprüfer", begründete Schaper dies. "Das ist generell sehr ärgerlich für uns", fügte sie hinzu. Die Metabox-Aktie fiel am Freitagvormittag in einem schwächeren Gesamtmarkt in der Spitze um mehr als 16 % auf 1,54 ?.

Schaper sagte, ein neuer Termin für die Bilanz- und Analystenkonferenz stehe noch nicht fest. Ende Januar hatte der Settop-Boxen-Hersteller mitgeteilt, im Geschäftsjahr 2000 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 50 Mill. DM bei einem Fehlbetrag von 19 Mill. DM erwirtschaftet zu haben. 1999 hatte Metabox nach Angaben von Schaper einen Umsatz von 17,5 Mill. DM und einen Fehlbetrag von 5,5 Mill. DM erwirtschaftet.

Metabox gilt als wirtschaftlich angeschlagen und steht im Visier der Staatsanwaltschaft Hannover, die wegen des Verdachts auf Kursmanipulation und Insiderhandel ermittelt. Die Behörde hat Akten des Unternehmens beschlagnahmt und prüft, ob drei Großaufträge aus dem Ausland tatsächlich existierten. Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) hat Strafanzeige gegen Vorstand und Aufsichtsrat erstattet.

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