Jahresausblick bekräftigt
Medigene erneut mit Verlust

Das deutsch-amerikanische Biotechunternehmen Medigene hat im ersten Quartal seinen Betriebsverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht verringert und seinen Jahresausblick bekräftigt.

Reuters MARTINSRIED. Der Verlust vor Steuern und Zinsen habe in den ersten drei Monaten 9,289 (Vorjahr: 9,301) Mill. ? betragen, teilte das im TecDax gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. Durch die Einstellung eines Forschungsprojektes seien die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um zehn Prozent auf 7,38 Mill. ? gesunken.

Ausblickend bekräftigte das Unternehmen, für 2003 einen Abbau des Jahresfehlbetrages auf rund 30 Mill. ? von 38,9 Mill. ? im Vorjahr erreichen zu wollen. Dabei rechne Medigene erstmals mit Erträgen aus der Vermarktung des Krebsmittels Leuprogel. Gleichzeitig solle die Auslagerung des Programms zur Entdeckung und Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen Herz- und Stoffwechselerkrankungen Einsparungen von 6,5 Mill. ? einbringen. Das in Martinsried bei München ansässige Unternehmen will sich nach eigenen Angaben auf die Entwicklung von Therapien gegen Tumorerkrankungen konzentrieren.

Medigene sei zuversichtlich, dass Leuprogel noch dieses Jahr in Europa zugelassen und gemeinsam mit einem Pharmapartner in den Markt eingeführt wird, hieß es weiter. Für 2004 sei dann mit ersten bedeutenden Produktumsätzen zu rechnen. Im vergangenen Jahr ist nach Medigene-Schätzungen mit vergleichbaren Medikamenten in Europa ein Umsatz von 600 Mill. ? erzielt worden. In den USA werde etwa eine Milliarde Euro umgesetzt. Medigene besitzt die exklusiven Vermarktungsrechte für das Prostata-Krebsmittel in Europa, während die Lizenzrechte in den USA dem Pharmaunternehmen Atrix gehören.

Erst 2005 rechnet Medigene nach früheren Angaben mit schwarzen Zahlen. Die angepeilte Ertragswende hänge jedoch davon ab, ob sich für Leuprogel und das gegen Genitalwarzen entwickelte Polyphenon Vermarktungspartner fänden.

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