Jahresendziel beim Nemax All Share 3 600 Zähler
GZ-Bank: Probleme bei Internet-Werten setzen sich fort

Analysten rechnen nach den Gewinnwarnungen von Blue-Chip-Werten am Neuen Markt auch mit Schwierigkeiten bei mittelständischen Anbietern im Wachstumssegment.

rtr FRANKFURT. Die Analysten der GZ-Bank rechnen nach den Gewinnwarnungen von Blue-Chip-Werten am Neuen Markt auch mit Schwierigkeiten bei mittelständischen Anbietern im Wachstumssegment. Insbesondere die unbefriedigenden Ergebnisentwicklungen der im Nemax 50 der wichtigsten Werte des Neuen Marktes notierten Schwergewichte Intershop und Pixelpark könnten Vorboten einer ähnlichen Entwicklung bei Anbietern von Software für den elektronischen Geschäftsverkehr (E-Commerce) und Multimediaagenturen sein, teilten die Analysten am Freitag in Frankfurt mit.

Auch Vorstandswechsel bewirkten einer Untersuchung zufolge nur selten eine nachhaltige Trendwende. Auch für weitere Teile des Technologiesektors sei zu erwarten, dass die bereits erkennbare Wachstumsabschwächung im laufenden ersten Quartal weiter andauere, sagten die Analysten weiter. Der Ende Januar erreichte Stand von 2 900 Punkten des alle Werte des Wachstumssegments umfassende Nemax All Share markiere für die kommenden Wochen die obere Grenze.

Dennoch werde an der vorsichtig optimistischen Prognose für die zweite Jahreshälfte festgehalten, hieß es weiter. Die GZ-Bank rechnet mit einem Jahresendziel für den Nemax All Share von 3 600 Zählern, sagte Analyst Stefan Schießer.

Die seit Februar andauernde Korrektur der Medienwerte, in deren Verlauf der Medien-Subindex rund 80 % verloren habe, scheine nahezu abgeschlossen zu sein, teilten die Analysten weiter mit. Die Gründe sehen sie in der im Vergleich zu den amerikanischen Wettbewerbern hohen Bewertung der deutschen Medienaktien sowie in der fehlenden Börsenreife einzelner Unternehmen.

Von der Tendenz zur digitalen Nachbearbeitung von Bildern sollte ihrer Ansicht nach insbesondere Das Werk profitieren können. Ein weiteres attraktives Investment sei die Schweizer Highlight Communications.

In einer Untersuchung zu den Vorstandsveränderungen am Neuen Markt in 2000 stellten die Analysten der GZ-Bank nach eigenen Angaben fest, dass die 28 Wechsel an der Vorstandsspitze (CEO) im Durchschnitt nicht zu einer nachhaltigen Trendwende in der relativen Aktienentwicklung geführt haben.

Die GZ-Bank begründet dies mit einer Besonderheit junger Wachstumsunternehmen. Bei den meisten Gesellschaften sei die Geschäftsentwicklung stark mit der Person des CEO, der häufig auch Unternehmensgründer sei, verbunden. Bei seinem Weggang bestehe häufig die Gefahr, dass sich auch weitere Schlüsselpersonen verabschiedeten. Dieser Umstand sei von jungen Unternehmen kurz- bis mittelfristig kaum zu kompensieren, hieß es.

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