Jahresergebnis 2000 von minus 39 Mill. DM
Infor rutscht in die Verlustzone

Reuters FRIEDRICHSTHAL. Das Systemhaus Infor business solutions AG ist im Geschäftsjahr 2000 hauptsächlich wegen Einmalaufwendungen in die Verlustzone gerutscht. Das Jahresergebnis habe sich auf minus 39 Mill. DM nach einem positiven Ergebnis von 1,3 Mill. DM im Vorjahr belaufen, teilte die am Neuen Markt gelistete Infor am Mittwoch in einer Pflichtveröffentlichung mit. Der Umsatz sei nach vorläufigen Zahlen auf 126 Mill. DM von 109 Mill. DM im Vorjahr gestiegen. Die Infor-Aktie lag am Vormittag in einem schwächeren Gesamtmarkt über 4 % im Minus.

Infor zufolge wurde das Jahresergebnis vor allem von größtenteils nicht liquiditätswirksamen Einmalaufwendungen, insbesondere durch Wertberichtigungen und Rückstellungen in Höhe von insgesamt rund 22 Mill. DM belastet. Im Sinne einer konsequenten Risikovorsorge würden Wertberichtigungen, Sonderabschreibungen und Rückstellungen bewusst offensiv angesetzt, hieß es.

Umsatzziel im November gesenkt

Im November hatte Infor sein Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2000 auf 125 Mill. DM gesenkt. Zuvor hatte die Gesellschaft bereits im August ihre Umsatzplanzahl auf 140 Mill. DM nach unten korrigiert, nachdem sie noch im März für 2000 ein Ziel von 180 Mill. DM ausgegeben hatte. Infor verfügt nach eigenen Angaben mit derzeit über 35 Mill. DM liquiden Mitteln "weiterhin über eine solide finanzielle Basis". Die endgültigen Geschäftszahlen will das Unternehmen am 27. März veröffentlichen.

Die Infor-Aktien verloren am Vormittag 4,44 % auf 4,30 Euro. Das Hoch verzeichnete der Titel Ende Februar 2000 mit 65 Euro, das Tief am 1. März 2001 mit 3,90 Euro.

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