Jahresrekord im deutschen Südwesten
Europa leidet unter Hitzewelle

Europa stöhnte am Montag vom Ärmelkanal bis zum Bosporus unter der ersten Hitzewelle des Sommers. Nur in Skandinavien und Großbritannien ließ sich die Hitze noch etwas Zeit.

dpa HAMBURG. Dafür schwitzten sich bei Temperaturen bis zu 40 Grad vor allem die Menschen in Italien, Spanien und der Türkei schon am Vormittag dem Rekord für den Monat Juni entgegen. Im deutschen Südwesten war um 15 Uhr mit 34 Grad in Freiburg und Sinsheim der neue Jahreshitzerekord erreicht. Abkühlung stellten die Meteorologen erst für das Wochenende in Aussicht.

Überall in Deutschland setzte am Nachmittag der Sturm auf Biergärten und Eisdielen ein. Wohl dem, der wie die Berliner und Brandenburger Badeseen in der Nähe hat. Die Wassertemperaturen lagen am Montag noch bei erfrischenden 18 bis 20 Grad. Allerdings wächst mit der Trockenheit auch die Waldbrandgefahr; für Dienstag wurde mit ersten Waldbrandwarnungen gerechnet. Autofahren abseits von großen Straßen sei dann verboten, erklärte ein Sprecher des brandenburgischen Umweltministeriums. Die Ozonwerte hielten sich am Montag noch unterhalb des Grenzwerts von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter. Wie in Baden-Württemberg wurde aber für Dienstag mit Ozonalarm gerechnet.

In Rom, mit 35-Grad-Backofenhitze fast schon auf "August-Nivau", fiel der Berufsverkehr am Montagmorgen schon spürbar geringer aus als sonst. "Wer irgend kann, fährt raus ans Meer", sagte eine Römerin. Auch in Paris herrschten am Mittag bereits 35 Grad; in Südfrankreich sogar 40 Grad.

Auch in Spanien wähnten sich die Menschen schon im Juli: in südlichen Städten wie Cordoba oder Sevilla stöhnten sie unter 40 Grad Hitze. In Madrid wurde es immerhin 37 Grad warm. An der Mittelmeerküste und auf Mallorca herrschte bei Temperaturen bis zu 33 Grad schönstes Badewetter. 36 Grad im Schatten wurden am Montag in Antalya an der "türkischen Riviera" gemessen. Auch an der Ägäisküste liegen die Temperaturen durchweg über 30 Grad. Entsprechend groß ist das Gedränge an den Stränden. In Griechenland (35 Grad) müssen Urlauber wegen eines Streiks an diesem Dienstag mit erheblichen Behinderungen im Reiseverkehr rechnen.

Nach Auskunft der Meteorologen soll es mit den hochsommerlichen Bade- und Grillfreunden in Deutschland aber schon bald wieder vorbei sein. Von Mittwoch an sorgen stellenweise Platzregen, Sturm und heftige Gewitter für Abkühlung. Der kalendarische Sommeranfang am Freitag (21. Juni) könnte nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach einen Wetterumschwung bringen. "Aber vorher wird es noch richtig drückend schwül, so dass Menschen mit einem schwachen Kreislauf Schwierigkeiten haben werden", sagte der Meteorologe Jens Hoffmann.

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