Jahresüberschuss gesteigert
Deutsche BP schreibt erneut Verluste im Ölgeschäft

Die Deutsche BP AG hat ihren Jahresüberschuss von 473 Mill. DM im Jahr 1999 auf 713 Mill. DM im vergangenen Jahr gesteigert. Die Umsatzerlöse erhöhten sich nach Angaben des Unternehmens vom Freitag auf Grund der gestiegenen Ölpreisniveaus um 4,2 Mrd. DM auf 25,3 Mrd. DM.

dpa-afx HAMBURG. Ursache für den gestiegenen Jahresüberschuss war das Ergebnis der Chemiesparte. Im Ölgeschäft habe es hingegen erneut Verluste gegeben. BP nannte die Zahlen schon am Freitag, da sie versehentlich ins Internet gestellt worden waren. Ursprünglich sollten sie Dienstag vorgestellt werden.

Stagnierende oder rückläufige Benzinnachfrage erwartet

Die BP geht davon aus, dass die Ölpreise unter dem Einfluss von Erwartungen und Spekulationen weiterhin schwanken werden. Der inländische Mineralölabsatz wird nach den Erwartungen des Konzerns im Jahr 2001 höher sein als im vergangenen Jahr. Besonders beim leichten Heizöl sei mit einem erhöhten Absatz zu rechnen, da die Tanks der Verbraucher zum Jahresbeginn nur gering gefüllt gewesen seien. Beim Benzin geht BP von einer stagnierenden oder leicht rückläufigen Nachfrage aus. Zuwächse werde es hingegen beim Diesel und beim Flugbenzin gegeben. Gleichzeitig gehe BP davon aus, dass der Wettbewerbsdruck auf dem Deutschen Markt unvermindert stark bleibt.

Margenverfall im Tankstellengeschäft

Der Preiswettbewerb hatte sich vor allem im Tankstellengeschäft im Jahr 2000 verschärft. Er führte zusammen mit der Verteuerung der Rohölpreise zu einem Margenverfall, der der Branche hohe Verlust beim Kraftstoffverkauf einbrachte. Die Rohölpreise waren im vergangenen Jahr bei global wachsender Nachfrage und niedrigen Vorräten stark gestiegen und hatten im Herbst den Höchststand seit der Golfkrise 1990 erreicht, ehe sie im Dezember wegen milder Temperaturen und der nachlassenden US-Konjunktur zurückgingen.

Der inländische Mineralölabsatz war im Jahr 2000 um 2,5 % auf 120 Millionen Tonnen gesunken. Der Benzinabsatz verringerte sich um 5 %, weil weniger Auto gefahren wurde. Gestiegen waren hingegen der Verbrauch von Dieselkraftstoff um knapp 1 % auf 29 Millionen Tonnen und der von Flugbenzin um 5 % auf sieben Millionen Tonnen.

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