Jahresüberschuss gesteigert
Leonberger Bausparkasse will trotz Fusion Arbeitsplätze erhalten

Die Leonberger ist nach eigenen Angaben mit einem Plus ins Jahr gestartet. Die Fusion mit Wüstenrot soll in Zukunft zudem Kostenersparnisse bis zu 25 Mill. DM jährlich einbringen.

ddp/vwd Leonberg. Die Fusion der Leonberger mit der Wüstenrot Bausparkasse AG soll nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen führen. Wie das Unternehmen am Montag in Leonberg bei Stuttgart mitteilte, werden bis 2005 fusionsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Es werde ein neues Servicezentrum für den Leonberger Kundenstamm mit 550 bis 650 Arbeitsplätzen entstehen. Die Fusion soll Kostenersparnisse von bis zu 25 Mill. DM (12,8 Mill. Euro) jährlich erbringen.

Die Leonberger sind nach eigenen Angaben "gut" ins neue Jahr gestartet. Sie legten beim Abschluss von Bausparverträgen um 3 Prozent und bei der Baufinanzierung um 16 Prozent zu. Im Geschäftsjahr 2000 sei die Marktposition ebenfalls stark gewesen, wurde betont. Der Außendienst habe im Bauspargeschäft besser als die Branche abgeschnitten und das Baufinanzierungsgeschäft habe "deutlich zugelegt". Baudarlehen seien in Höhe von 1,5 Mrd. DM vergeben worden. Dies mache ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Die Bausparkasse habe mehr als 46 000 Wohnungsneubauten, -käufe und-modernisierungen im vergangene Jahr mitfinanziert. Nach dem "Zuwachs im Ausnahmejahr 1999" habe sich das Bausparneugeschäft im Jahr 2000 mit einem Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem "Normaljahr" 1998 gut behauptet. Rund 112 000 neue Bausparverträge über die Gesamtsumme von fast 3,8 Mrd. DM seien abgeschlossen worden. Dies entspreche gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 16,3 Prozent.

Die Ertragslage der Leonberger Bausparkasse sei "erfreulich". Erste Wirkungen der bevorstehenden Fusion zeigten sich in dem gegenüber 1999 geringeren Verwaltungsaufwand. Der Jahresüberschuss sei von 23,9 Mill. auf 42,1 Mill. Mark gestiegen. 18,2 Mill. würden in die Gewinnrücklagen gestellt und der verbleibende Bilanzgewinn an die Aktionäre ausgeschüttet. Wie im Vorjahr werde es eine Dividende von 1,40 Mark je Stückaktie geben.

Die Ursprünge der Leonberger Bausparkasse gehen bis ins Jahr 1929 zurück. Das Unternehmen wurde damals als "Creditgenossenschaft des Christlichen Notbundes zur gegenseitigen Hilfe" gegründet und benannte sich 1934 um. Das Unternehmen hat etwa 900 000 Kunden.

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