Jahreszahlen
Stinnes übertrifft die eigenen Planungen

Die Logistik-Tochter des Eon-Konzerns erwirtschaftete ein Rekordergebnis und erfreut die Aktionäre mit einer erhöhten Dividende.

rtr MÜLHEIM. Die zum Eon-Konzern gehörende Logistiktochter Stinnes hat im Geschäftsjahr 2001 die eigenen Planungen bei Umsatz und operativem Ergebnis leicht übertroffen und setzt 2002 auf organisches Wachstum. "Stinnes hat 2001 zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis erwirtschaftet", erklärte Stinnes-Chef Wulf Bernotat am Mittwoch in Mülheim. Die selbstgesteckten Ziele, den Umsatz um mindestens zehn Prozent und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um mindestens 25 % zu steigern, seien voll erreicht worden. Den Aktionäre winkt eine Dividende von 0,70 ? nach 0,60 ? im Vorjahr. Weitgehend optimistisch zeigte sich Bernotat auch für das Geschäftsjahr 2002. Stinnes strebe beim Ebit ohne Zukäufe ein Plus von neun Prozent an.

Im Geschäftsjahr 2001 verbuchte Stinnes beim um die verkaufte Baustoffsparte bereinigten Außenumsatz ein Plus von zwölf Prozent auf 12,3 Mrd. ?, während das Ebit um 26 % auf 317 Mill. ? kletterte. Demgegenüber ging der Jahresüberschuss nach Ertragsteuern wegen der niederigeren Steuerquote und wegen fehlender außerordentlicher Erlöse auf 145,7 Mill. ? nach 162,3 Mill. ? im Vorjahr zurück. Der Eon-Konzern hält an Stinnes 65,4 %, der Rest ist in Streubesitz.

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers konnte Stinnes auch im Schlussquartal dem Konjunkturtief nach den Anschlägen in den USA nicht trotzen. Umsatz und Ebit seien im Schlussquartal nahezu unverändert zum dritten Quartal geblieben. Im dritten Quartal war vor allem in der Verkehrssparte das Ebit bei der Luft- und Seefracht um 35 % eingebrochen. Übers Jahr blieb der Außenumsatz in der Verkehrssparte unverändert, während das Ebit um 9,3 % auf 157 Mill. ? zulegte. Weitaus erfreulicher entwickelte sich 2001 die Chemielogistik. Durch die die Integration der Ende 2000 gekauften HCI stieg der Umsatz um um rund 50 %, das Ebit kletterte um 55 %. Umsatz und Ergebnis der dritten Stinnes-Sparte Werkstoffe gingen 2001 deutlich zurück. Der Umsatz fiel um 14,1 %, während das Ebit um 26,2 % einbrach.

Stinnes ist den Angaben zufolge trotz weiterhin schwacher Konjunktur besser als erwartet ins neue Jahr gestartet. Die Konjunktur werde sich im Jahresverlauf erholen. Beim Ebit sei ein Plus von neun Prozent möglich. Im Chemiebereich plane der Konzern den Markteintritt in Asien, hieß es weiter. Schwerpunkt der Aktivitäten sei im laufenden Jahr aber der Verkehrsbereich. Vor allem in den USA seien Akquisitionen geplant. Zudem wolle Stinnes das Landverkehrsnetz in Westeuropa und die transpazifischen Routen in der Luft- und Seefracht ausbauen.

Die im Nebenwertesegment MDax notierten Stinnes-Aktien gaben am Vormittag 0,23 % auf 25,65 ? nach.

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