Jahrhundertflut bremst Konsumrückgang
Einzelhandel im Abwärtstrend

Die Einzelhändler in Deutschland haben im September erneut weniger verkauft. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gesunken, berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden.

HB/dpa WIESBADEN. Für die ersten neun Monate 2002 beträgt das Minus somit 2,0 Prozent. Nach Einschätzung von Volkswirten wäre der Rückgang noch stärker ausgefallen, wenn nicht die Flutkatastrophe dem Konsum in Ostdeutschland Auftrieb verliehen hätte.

Nach Angaben der Statistiker verlief zwischen Januar und September die Entwicklung innerhalb der Branche sehr unterschiedlich. Der Versandhandel (plus 3,3 Prozent) sowie die Kosmetikgeschäfte und Apotheken (plus 3,8 Prozent) konnten sich deutlich vom Negativtrend absetzen. Auch die Verkäufer von Lebensmitteln und Tabak standen mit einem Umsatzplus von 0,8 Prozent noch gut da. Die stärksten Einbußen mussten dagegen die Baumärkte (minus 7,2 Prozent) und die Kaufhäuser (minus 5,9 Prozent) verkraften.

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) sieht sich in einer "äußerst prekären Lage" und erwartet für das Gesamtjahr ein Umsatzminus von 2,5 Prozent. Viele Händler seien verzweifelt. Vor allem die Sparpläne der Bundesregierung hätten den Erwartungen einen zusätzlichen kräftigen Dämpfer versetzt.

Insbesondere im dritten Vierteljahr seien die Konsumausgaben deutlich schwächer ausgefallen, betonen Volkswirte der Deutsche Bank. Im letzten Quartal seien noch schlechtere Zahlen zu erwarten.

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