Japan ist für Deutschland größter Markt in Asien
Müller ruft Ostasien zu Marktöffnung auf

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat die ostasiatischen Staaten aufgerufen, ihre Anstrengungen bei der Wirtschaftsintegration zu verdoppeln und ihre Märkte zu öffnen, wenn sie ausländische Investoren gewinnen wollten.

Reuters TOKIO. Ein größeres Maß an Koordination und Integration sei nötig, um ausländische Investitionen zu steigern, sagte Müller am Mittwoch in Tokio. Angesichts des Fortschrittes anderer Regionen bei der Vertiefung ihrer Wirtschaftsbeziehungen müsse Ostasien aufholen. Müller sprach zu Beginn einer zweitägigen Konferenz über die Aussichten für deutsche Unternehmen in der Asien-Pazifik-Region, an der rund 750 führende Unternehmensvertreter teilnahmen. Bei der Eröffnung der Konferenz sagte Bundespräsident Johannes Rau, "die deutschen Investitionen in Asien können wachsen und müssen wachsen." Auf Asien seien im vergangenen Jahr 4,3 % der deutschen Direktinvestitionen und 11,5 % des Außenhandels entfallen.

Müller sagte, deutsche Investoren würden sicherlich Interesse zeigen, sollten durch die Asean-Freihandelszone und die Asean-Investitionszone die zehn Mitgliedsstaaten des Verbandes Südostasiatischer Staaten (Asean) zu einem nahtlosen Markt mit 500 Mill. Menschen werden. Es habe aber bereits Verzögerungen gegeben, weil einige Staaten auf besonderen Interessen beharrten, sagte Müller. Es dürfe dann niemanden überraschen, wenn ausländische Investoren andere Regionen vorzögen, sagte der Minister mit Blick auf China.

Japan bleibt für deutsche Unternehmen zwar der größte Markt in Asien, die Exporte dorthin betrugen im vergangenen Jahr rund 13 Mrd. Euro. Nach China gingen aber 2001 bereits Ausfuhren im Wert von zwölf Mrd. Euro.

Der Chef der Siemens AG Heinrich von Pierer sagte, die deutsche Industrie konzentriere sich nicht auf China. Im vergangenen Jahr seien die deutsche Exporte nach Vietnam um 55 % gestiegen, die nach Indonesien um jeweils 20 und nach Thailand um 18 %.

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