Japan leistet Wirtschaftshilfe in China
Japanisches Volk nicht schuld an Kriegsverbrechen

Reuters TOKIO. China hat im Streit mit Japan um die Bewertung der Vergangenheit versöhnliche Töne angeschlagen. Zwar hätten die Chinesen sehr unter dem japanischen Militarismus gelitten, aber dafür dürfe man nicht das japanische Volk verantwortlich machen, wurde der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji am Freitag nach einem Gespräch mit seinem japanischen Kollegen Yoshiro Mori von einem Sprecher des japanischen Außenministeriums zitiert. Noch vor zwei Jahren hatte Chinas Präsident Jiang Zemin die japanische Besatzungszeit angeprangert, was zu einer Abkühlung der Beziehungen der beiden asiatischen Staaten führte.

Beim damaligen Staatsbesuch Zemins in Japan war es zu keiner schriftlichen Entschuldigung Japans für den Kolonialkrieg von 1937 bis 1945 und den dabei von Japanern verübten Kriegsverbrechen gekommen. Zhu begrüßte nun die Wirtschaftshilfe Japans an China. Die chinesische Seite schätze die Rolle, die Japans Wirtschaft bei der Entwicklung Chinas in den vergangenen 20 Jahren gespielt habe, hieß es in einer vom japanischen Außenministerium verbreiteten Erklärung. Die Japaner haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten rund 52 Mrd. DM an Wirtschaftshilfe nach China gegeben. Viele Japaner sind verärgert, weil die Chinesen immer wieder auf die japanische Kriegsvergangenheit anspielen, ohne sich ausdrücklich für die Finanzhilfen zu bedanken.

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