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Japan plant keine weiteren Finanzspritzen für Banken

Die japanische Regierung plant nach den Worten von Finanzaufsichtschef Hakuo Yanagisawa keine weiteren Finanzspritzen für die unter so genannten faulen Krediten leidenden Banken des Landes.

Reuters TOKIO. Eine Finanzkrise sei nicht zu erwarten, sagte Yanagisawa am Donnerstag in Tokio vor Journalisten. Experten hatten weitere Finanzspritzen für die Banken gefordert, da diese angesichts der düsteren Konjunkturlage die faulen Kredite ohne Unterstützung nicht abschreiben könnten. Die frühere Regierung hatte der Kreditwirtschaft mehrere Billionen Yen zugeführt, um die Kapitalbasis der Banken zu stärken. Yanagisawa schätzte das Volumen der faulen Kredite der 15 größten Banken des Landes auf rund 18 Billionen Yen. Damit übertraf er die eigenen Berechnungen der Banken um rund 25 Prozent.

Der neue Ministerpräsident Junichiro Koizumi und seine Regierung streben einen Abbau der hohen Staatsverschuldung an und halten sich deshalb mit staatlichen Finanzspritzen zurück. Mit einem im April beschlossenen Notpaket hat die Regierung den Kreditinstituten eine zweijährige Frist zum Abschreiben Not leidender Kredite und eine dreijährige Frist zum Abschreiben neuer Kredite dieser Kategorie gesetzt. Mit den Wirtschaftskrisen in den neunziger Jahre sind zahlreiche Unternehmen in Japan Bankrott gegangen oder in erhebliche Zahlungsschwierigkeiten geraten und konnten deshalb ihre Kredite nicht zurückzahlen.

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