Japan scheitert erneut
Island boykottiert Walfang-Konferenz

Japan ist mit einem weiteren Versuch gescheitert, das internationale Walfangverbot zum Kippen zu bringen.

dpa TOKIO/SHIMONOSEKI. Am zweiten Tag der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission im japanischen Shimonoseki wurde Japans Anliegen, seinen vier heimischen Walfangorten die Tötung von 50 Zwergwalen zu erlauben, am Dienstag mit knapper Mehrheit abgeschmettert. Japan wollte, dass den Gemeinden die Jagd als Unterstützungsmaßnahme gewährt wird, bis das seit 1986 geltende Verbot des kommerziellen Walfangs wegfällt.

Bereits am Vortag waren die Walfangbefürworter um Japan mit ihrem Versuch gescheitert, dass Island wieder als stimmberechtigtes Mitglied in die IWC aufgenommen wird. Aus Wut über die Ablehnung einer vollen Mitgliedschaft boykottierte Island am Dienstag die noch bis Freitag laufende IWC-Tagung. "Alle Versuche, Island nicht als ein Mitglied der IWC-Konvention anzuerkennen, sind illegal", schimpfte Islands Vertreter Stefan Asmundsson. Sein Land betrachte das Prozedere vom Vortag als "total inakzeptabel", sagte Asmundsson. Daher habe man entschieden, nicht weiter an der Tagung teilzunehmen.

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