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Japan von Erdbeben und Taifun getroffen

Japan wird erneut von heftigen Naturgewalten heim gesucht. Über der südlichen Insel Okinawa tobte am Sonntag einer der mächtigsten Taifune seit Jahren und verletzte mindestens 13 Menschen.

dpa TOKIO. Japan wird erneut von heftigen Naturgewalten heim gesucht. Über der südlichen Insel Okinawa tobte am Sonntag einer der mächtigsten Taifune seit Jahren und verletzte mindestens 13 Menschen.

Derweil wurde die westjapanische Region Kinki am Abend (Ortszeit) von einem Erdbeben der Stärke 6,9 auf der Richterskala erschüttert, wie die Meteorologische Behörde bekannt gab. Mindestens fünf überwiegend ältere Menschen wurden dabei leicht verletzt. Küstenbewohner der Provinzen Mie, Wakayama und Aichi wurden in der Nacht zum Montag wegen der Gefahr von Flutwellen bis zu zwei Metern Höhe zum Verlassen ihrer Häuser aufgerufen. Das schweren Erdbeben war in Tokio und selbst noch in der südlichen Provinz Kagoshima zu spüren.

Unterdessen stürmte der Taifun Songda, der 18. Taifun der Saison, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 162 Kilometern in der Stunde in nordwestliche Richtung. Einige der Verletzten in Okinawa und der Provinz Kagoshima auf der südlichen Hauptinsel Honshu erlitten Knochenbrüche in Folge heftiger Sturmböen und hoher Wellen. Der öffentliche Verkehr in der Region brach teilweise zusammen. Songda, benannt nach einem Fluss in Vietnam, ließ in Tausenden von Häusern zwischenzeitlich den Strom ausfallen. Die Behörden warnten die Bewohner vor weiteren starken Sturmböen und heftigen Regenfällen.

Unterdessen braute sich rund 460 Kilometer nordöstlich von Saipan ein neuer Taifun zusammen. Erst kürzlich waren in Japan bei schweren Taifunen mehr als 20 Menschen gestorben. Japan wird jedes Jahr von zahlreichen Erdbeben und Taifunen heimgesucht. Warnungen vor Flutwellen entlang weiter Küstenstriche wurden aber noch am Abend (Ortszeit) wieder aufgehoben. Stellenweise war der Meeresspiegel um bis zu 60 Zentimeter gestiegen. Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen wurde kurzzeitig unterbrochen, wovon etwa 37 000 Menschen betroffen waren.

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